Die gefährlichsten Schulwege der Welt

Die gefährlichsten Schulwege der Welt

Samstag, 10. September um 12:00 Uhr (43 Min.)

Die gefährlichsten Schulwege der Welt

Nicaragua

Samstag, 10. September um 12:00 Uhr (43 Min.)

Erstausstrahlung am Samstag, 03.09. um 14:55 Uhr

Schüler auf dem Weg zur Schule. Dokureihe. In dieser Folge: Der Weg zur Schule in Cucarajil, Nicaragua, ist für drei Schwestern jedes Mal aufs Neue eine bedrohliche Herausforderung ...

Nicaragua zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Im Osten fließt hier der Río Escondido, einer der größten Ströme der Region, in die Karibik. Die Kinder, die im unwirtlichen Urwald an seinen Ufern zu Hause sind, führen zwar ein sehr einfaches Leben, besuchen aber trotzdem jeden Tag die Schule. Denn Bildung ist der einzige Weg, um im Erwachsenenalter dem ärmlichen Leben im Dschungel entkommen zu können.

Der Weg zur Schule in Cucarajil ist allerdings jedes Mal aufs Neue eine bedrohliche Herausforderung. Für drei Schwestern führt er in einem löchrigen Boot, das während der Fahrt mit Wasser vollläuft, über den reißenden Río Escondido. Würde die Jüngste während der fast einstündigen Fahrt nicht ununterbrochen Wasser aus dem Kanu schöpfen, würde es bereits nach kurzer Zeit untergehen.

Auch sonst ist der Schulweg für die Mädchen ein wahrer Kraftakt: Ganze 200 Kilogramm wiegt das Boot, das sie täglich in Bewegung setzen müssen. Nur zu dritt können sie die anstrengende Fahrt meistern - ist eine von ihnen krank, bedeutet das auch für die anderen beiden schulfrei. Der Fluss birgt für die Schwestern große Gefahren, denn er ist unberechenbar, vor allem zur Regenzeit. Treibholz und Strömungen können das Kanu jederzeit zum Kentern bringen.

Für ihren Mitschüler führt der Weg zur Schule auf dem Landweg durch den Dschungel. Eine noch riskantere Alternative, denn dort wimmelt es vor Giftschlangen. Besonders auf dem Rückweg, wenn die Reptilien in der Nachmittagssonne aktiv werden, stellen sie eine große Gefahr dar.

Regie:  Leonhard Steinbichler