Die Nummer, die ich trage

Aktuelles & Gesellschaft -
55 Min.
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    • Sendetermine:
    • Montag, 23. Januar um 23.40 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 23. Januar bis zum 30. Januar 2017

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Ungefähr 400.000 Menschen wurden in Auschwitz und seinen Nebenlagern ihrer Identität beraubt, indem sie tätowiert wurden. Nur wenige von ihnen sind heute noch am Leben. Die Doku zeigt, wie aus der Häftlingsnummer eine unmenschliche Symbolik entstand, aber auch die realen Auswirkungen, die dieser "Stempel" für die Betroffenen in den Folgejahren des Krieges hatte.

Vera Rosenzweig und Zoka Levy haben den Holocaust überlebt. Die Häftlingsnummer, die man ihnen in Auschwitz auf den Arm tätowierte, erinnert bis heute an diese schreckliche Zeit. Die Ziffern und Buchstaben sind Teil ihres Lebens geworden. Die beiden Frauen sind zwei von mehreren Überlebenden, die Dana Doron und Uriel Sinai für ihren Dokumentarfilm porträtiert haben. Etwa 400.000 Menschen wurden in Auschwitz tätowiert und so ihrer Identität beraubt. Nur ein paar Tausend von ihnen sind heute noch am Leben. Einige sprechen zum ersten Mal über ihr Schicksal. Wie leben sie mit der Nummer und der damit verbundenen Erinnerung an die Vernichtungslager? Für einige Überlebende ist die Tätowierung eine Art Mahnmal, andere sehen sie als Zeichen des Triumphs über die Nazis. Nur wenige haben sie entfernen lassen. In manchen Familien hat die Nummer ein Eigenleben entwickelt, dient als Geheimnummer für den Safe oder als Zugangscode für das Internet. Die Tochter eines ehemaligen Auschwitz-Häftlings ließ sich die Nummer sogar auf den Fußknöchel tätowieren, um sich ihrem Vater nahe zu fühlen. Der Dokumentarfilm nimmt den Zuschauer mit auf eine emotionale Reise zu den Schicksalen und Geschichten, die sich hinter den Nummern der Auschwitz-Überlebenden verbergen. Eine außergewöhnliche Spurensuche, die in sehr ruhigen und eindrucksvollen Bildern erzählt wird.

Besetzung und stab
  • Regie:Uriel Sinai, Dana Doron
  • Land:Israel
  • Jahr:2012
  • Herkunft:NDR
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