Themenabend

Wie das Land, so der Mensch

Schweiz - Das Engadin

Dokumentationsreihe -
26 Min.
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    • Sendetermine:
    • Freitag, 09. September um 8.55 Uhr
    • Donnerstag, 11. August um 11.00 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 01. Mai 2015 bis zum 09. Mai 2015

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Mit Hilfe von Geologen, Historikern und atemberaubender Luftaufnahmen ergründet die Serie die Geschichte einiger der spektakulärsten Landstriche Europas. In dieser Folge: Am Südrand der Schweizer Alpen - im Kanton Graubünden - liegt das größte Skigebiet der Schweiz: das Engadin. Der außerordentliche Sonnenreichtum der Region lockte schon früh Touristen hierher ...

Am Südrand der Schweizer Alpen - im Kanton Graubünden - liegt das größte Skigebiet der Schweiz auf etwa 1.800 Meter Höhe: das Engadin. Der außerordentliche Sonnenreichtum der Region lockte schon früh Touristen hierher, zunächst im Sommer für Thermalkuren, später auch im Winter zu den zugefrorenen Seen im Tal. Sie machten St. Moritz zu einem der ersten Wintersportorte der Welt. 1928 und 1948 fanden dort die Olympischen Winterspiele statt. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts war das Engadin bei Intellektuellen und Künstlern ein beliebter Ort für die Sommerfrische. Sie haben zum Renommee und zur kulturellen Identität dieser Landschaft beigetragen.

Die Kulturwissenschaftlerin Cordula Seger nimmt Raphaël Hitier mit auf einen Streifzug durch die Tourismusgeschichte der Region. 1856 wurde das erste komfortable Kurhaus gebaut, das man schon als Hotel bezeichnen konnte. Am Anfang war alles auf St. Moritz-Bad mit seinem Heilwasser konzentriert, und dann, Schritt für Schritt, hat sich in St. Moritz-Dorf ab den 1880er Jahren der Wintertourismus entwickelt. Das Engadiner Hotel Kulm, das Johannes Badrutt gemeinsam mit seiner Frau Maria Berry Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet hat, empfing die ersten Touristen - sie kamen aus England; später zog St. Moritz als Ferienort Touristen aus aller Welt an. Auf den Spuren des italienischen Malers Giovanni Segantini macht Raphaël Hitier einen Abstecher ins nahe gelegene Maloja. Im Zuge des zunehmenden Tourismus wird 1906 eine neue Zugstrecke gebaut - eine der am höchsten gelegenen Eisenbahnlinien Europas. Der Glaziologe und Musiker Felix Keller führt Raphaël Hitier auf den Morteratsch-Gletscher, den der Klimawandel Jahr für Jahr weiter zurückdrängt. Und nicht zuletzt geht es ins alteingesessene Hotel Waldhaus nach Sils Maria: Zu seinem Klientel zählen unter anderem Hermann Hesse, Albert Einstein, Marc Chagall, Luchino Visconti, Richard Strauss und Friedrich Dürrenmatt. Seit 1908 bewahrt das Hotel sein altes Flair.

Besetzung und stab
  • Regie:François Chayé
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2014
  • Herkunft:ARTE F
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    Am Südrand der Schweizer Alpen - im Kanton Graubünden - liegt das größte Skigebiet der Schweiz auf etwa 1.800 Meter Höhe: das Engadin. Der außerordentliche Sonnenreichtum der Region lockte schon früh Touristen hierher, zunächst im Sommer für Thermalkuren, später auch im Winter zu den zugefrorenen Seen im Tal. Sie machten St. Moritz zu einem der ersten Wintersportorte der Welt. 1928 und 1948 fanden dort die Olympischen Winterspiele statt. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts war das Engadin bei Intellektuellen und Künstlern ein beliebter Ort für die Sommerfrische. Sie haben zum Renommee und zur kulturellen Identität dieser Landschaft beigetragen.

    Die Kulturwissenschaftlerin Cordula Seger nimmt Raphaël Hitier mit auf einen Streifzug durch die Tourismusgeschichte der Region. 1856 wurde das erste komfortable Kurhaus gebaut, das man schon als Hotel bezeichnen konnte. Am Anfang war alles auf St. Moritz-Bad mit seinem Heilwasser konzentriert, und dann, Schritt für Schritt, hat sich in St. Moritz-Dorf ab den 1880er Jahren der Wintertourismus entwickelt. Das Engadiner Hotel Kulm, das Johannes Badrutt gemeinsam mit seiner Frau Maria Berry Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet hat, empfing die ersten Touristen - sie kamen aus England; später zog St. Moritz als Ferienort Touristen aus aller Welt an. Auf den Spuren des italienischen Malers Giovanni Segantini macht Raphaël Hitier einen Abstecher ins nahe gelegene Maloja. Im Zuge des zunehmenden Tourismus wird 1906 eine neue Zugstrecke gebaut - eine der am höchsten gelegenen Eisenbahnlinien Europas. Der Glaziologe und Musiker Felix Keller führt Raphaël Hitier auf den Morteratsch-Gletscher, den der Klimawandel Jahr für Jahr weiter zurückdrängt. Und nicht zuletzt geht es ins alteingesessene Hotel Waldhaus nach Sils Maria: Zu seinem Klientel zählen unter anderem Hermann Hesse, Albert Einstein, Marc Chagall, Luchino Visconti, Richard Strauss und Friedrich Dürrenmatt. Seit 1908 bewahrt das Hotel sein altes Flair.

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    • Regie:François Chayé
    • Land:Frankreich
    • Jahr:2014
    • Herkunft:ARTE F
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