Es war einmal ... "Le Havre"

Popkultur & Alternativ -
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    • Sendetermine:
    • Mittwoch, 29. März um 21.45 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 29. März bis zum 6. April 2017

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Aki Kaurismäkis bisher letzter Film "Le Havre" ist ein modernes Märchen über illegale Einwanderung nach Europa. Das optimistischste Werk des düster-melancholischen Regisseurs aus Finnland wurde von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert. Die Dokumentation taucht in Kaurismäkis unverwechselbare Welt ein und beleuchtet die Hintergründe zur Entstehung des preisgekrönten Films.

„Le Havre“ ist der 16. Spielfilm des Finnen Aki Kaurismäki. Marcel, ein Schuhputzer aus Le Havre, nimmt einen afrikanischen Jungen bei sich auf, der in einem Container versteckt nach Frankreich gekommen ist und polizeilich gesucht wird. Mit Hilfe seiner Nachbarn organisiert er dem Kind eine Überfahrt zu seiner Mutter nach England. Der fahndende Polizist deckt den Plan auf – und lässt Marcel gewähren … Trotz seines Realismus und der schonungslosen Schilderung des Immigrantenschicksals wirkt der Film wie ein anachronistisches Märchen, geprägt von Nostalgie mit Anklang an die 50er Jahre. Im Mittelpunkt steht das Thema der illegalen Einwanderung nach Europa, die mit der wirtschaftlichen Globalisierung und dem wachsenden Wohlstandsgraben zwischen Nord- und Südländern in den frühen 90er Jahren drastische Ausmaße annahm. Während die europäischen Länder ihre Grenzen schlossen und die Einwanderungsgesetze verschärften, starben und sterben immer noch Tausende schiffbrüchige Afrikaner bei dem Versuch, über das Mittelmeer den verheißungsvollen Kontinent zu erreichen. Aki Kaurismäki, der sich für das Drehbuch von „Le Havre“ von der Situation in dem nordfranzösischen Hafenstädtchen Sangatte inspirieren ließ, bezeichnete diese humanitären Katastrophen als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. „Le Havre“ lief 2011 im Wettbewerb von Cannes und wurde im selben Jahr mit dem Prix Louis Delluc ausgezeichnet.

Besetzung und stab
  • Regie:Alan Smithee
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2014
  • Herkunft:ARTE F
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