Die Meisterfälscher aus Neukölln

ARTE+7 Samstag, 27. August um 5:15 Uhr (26 Min.)

Die Meisterfälscher aus Neukölln

Samstag, 27. August um 5:15 Uhr (26 Min.)

Erstausstrahlung am Sonntag, 21.08. um 13:10 Uhr

In Berlin-Neukölln betreiben die Brüder Posin einen Kunstsalon. Sie sind Meisterfälscher, die alle Stile beherrschen und Auftraggeber in aller Welt bedienen. Zu ihren Kunden zählen Menschen, die Kunst lieben, sich aber ein Original nicht leisten können. Die Dokumentation begleitet die Entstehung eines Raffael-Gemäldes.

Die Wipperstraße in Berlin-Neukölln verläuft parallel zur Karl-Marx-Straße; eine unscheinbare Adresse. Ein Kiez, der das Label "multikulturell" wirklich verdient hat. Vorbei an Dönerbuden, Handyläden und Gemüseständen geht es direkt zur Mona Lisa. Eine Ikone der Kunstgeschichte, die man hier nicht vermutet. Der Louvre in Neukölln, und zwar im Kunstsalon Posin.

Gerade entsteht hier ein über zwei Meter großes Bild des Renaissancekünstlers Raffael. Geschaffen von Eugen, Michael und Semjon Posin. Drei russische Brüder zwischen Mitte 60 und Anfang 70, drei Wesen aus einer anderen Zeit: Meisterfälscher, Kopisten, Kunstcowboys mit Dauerzigarette im Mundwinkel.

Weil die Werke des Trios so erschreckend perfekt gemalt sind, stehen sie bei Sammlern hoch im Kurs. Zu ihrem Kundenkreis zählen Menschen, die Kunst lieben, aber das Original nicht erwerben können. Der ehemalige Berliner Kultursenator Christoph Stölzl hält die drei Russen für die Besten ihres Fachs, weil sie ein Bild nicht einfach nur kopieren oder nachahmen, sagt er, sondern es noch einmal entstehen lassen, es aufführen wie ein Dirigent eine Komposition.

Die Dokumentation begleitet die Entstehung des über zwei Meter großen Raffael-Gemäldes, von den ersten zarten Bleistiftstrichen bis zur Auslieferung des Meisterwerks und gewährt einen Einblick in eine Welt, die sich ausschließlich um Kunst dreht: die Welt von Eugen, Semjon und Michael Posin.

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    ARTE+7 Samstag, 27. August um 5:15 Uhr (26 Min.)

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Regie:  Anke Rebbert