Themenabend

Kurioses aus der Tierwelt

Von Spinnern und Webern: Der Vogel und die Spinne

Dokumentationsreihe -
22 Min.
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    • Sendetermine:
    • Dienstag, 04. Oktober um 5.50 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 25. Februar 2015 bis zum 05. März 2015

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Spinnen weben filigrane Netze aus ihrer eigenen Seide, und Vögel flechten Nester aus Halmen und Blättern. In dieser Folge betrachtet David Attenborough die Techniken und Materialien, mit denen diese Spinner und Weber ihre kunstvollen Gebilde anfertigen. Vogelnester gibt es in den verschiedensten Formen, jede Art baut auf ihre Weise.

Spinnen weben filigrane Netze aus ihrer eigenen Seide, und Vögel flechten Nester aus Halmen und Blättern. In der heutigen Folge betrachtet Sir David Attenborough die Techniken und Materialien, mit denen diese Spinner und Weber ihre kunstvollen Gebilde anfertigen. Vogelnester gibt es in den verschiedensten Formen, jede Art baut auf ihre Weise. Die einfachsten Nester bestehen aus Zweigen, die zusammengesteckt werden. Doch es gibt auch kompliziertere Modelle.

Die Schwanzmeise verfilzt Moos und Spinnweben zu einem kugelförmigen Nest. Und Webervögel weben buchstäblich mit Pflanzenfasern. Aber sind solche Fähigkeiten angeboren oder erlernt?

Im Jahr 1905 interessierte sich der südafrikanische Schriftsteller und Biologe Eugène Marais für das Nestbautalent der Webervögel. Er wollte herausfinden, ob die Tiere lernten, wie man ein so kompliziertes Nest konstruiert, oder ob sie von einem, wie er es nannte, "kulturellen Instinkt" geleitet waren. Zu diesem Zweck führte Marais ein einfaches Experiment durch: Er nahm die Eier eines wilden Webervogelpaars und legte sie in das Nest eines Kanarienvogels, der sie ausbrütete.

Als die Jungen groß genug waren, um selbst Eier zu legen, stellte er ihnen kein Nistmaterial zur Verfügung, sondern ließ ihr Gelege erneut von einem Kanarienvogel ausbrüten. So ging das über drei Generationen. Als die vierte Generation fortpflanzungsfähig wurde, versorgte er sie mit natürlichem Nistmaterial, und ohne zu zögern machten sie sich eifrig ans Werk und bauten perfekte Webervogelnester. Die Fähigkeit zum Nestbau ist also weitgehend genetisch bedingt. Hinzu kommen die Erfahrung des Baumeisters und äußere Faktoren. Nester derselben Webervogelart sind nicht unbedingt alle genau gleich; die Umstände zwingen die Vögel, flexibel zu sein.

Webervögel bauen ihre Nester aus Materialien, die sie in ihrer Umgebung finden. Andere geniale Baumeister der Natur sind die Spinnen. Sie fertigen ihre Netze aus einem faszinierenden Werkstoff, den sie selbst herstellen: Seide. Spinnenseide ist einzigartig. Sie ist sehr dünn, sehr belastbar und sie hat viele interessante Anwendungsmöglichkeiten. Die Spinnen stellen sie mit Leichtigkeit her und Wissenschaftler arbeiten seit Jahren daran, diese künstlich herzustellen.

Besetzung und stab
  • Regie:Hilary Jeffkins
  • Jahr:2013
  • Herkunft:ARTE F
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    Spinnen weben filigrane Netze aus ihrer eigenen Seide, und Vögel flechten Nester aus Halmen und Blättern. In der heutigen Folge betrachtet Sir David Attenborough die Techniken und Materialien, mit denen diese Spinner und Weber ihre kunstvollen Gebilde anfertigen. Vogelnester gibt es in den verschiedensten Formen, jede Art baut auf ihre Weise. Die einfachsten Nester bestehen aus Zweigen, die zusammengesteckt werden. Doch es gibt auch kompliziertere Modelle.

    Die Schwanzmeise verfilzt Moos und Spinnweben zu einem kugelförmigen Nest. Und Webervögel weben buchstäblich mit Pflanzenfasern. Aber sind solche Fähigkeiten angeboren oder erlernt?

    Im Jahr 1905 interessierte sich der südafrikanische Schriftsteller und Biologe Eugène Marais für das Nestbautalent der Webervögel. Er wollte herausfinden, ob die Tiere lernten, wie man ein so kompliziertes Nest konstruiert, oder ob sie von einem, wie er es nannte, "kulturellen Instinkt" geleitet waren. Zu diesem Zweck führte Marais ein einfaches Experiment durch: Er nahm die Eier eines wilden Webervogelpaars und legte sie in das Nest eines Kanarienvogels, der sie ausbrütete.

    Als die Jungen groß genug waren, um selbst Eier zu legen, stellte er ihnen kein Nistmaterial zur Verfügung, sondern ließ ihr Gelege erneut von einem Kanarienvogel ausbrüten. So ging das über drei Generationen. Als die vierte Generation fortpflanzungsfähig wurde, versorgte er sie mit natürlichem Nistmaterial, und ohne zu zögern machten sie sich eifrig ans Werk und bauten perfekte Webervogelnester. Die Fähigkeit zum Nestbau ist also weitgehend genetisch bedingt. Hinzu kommen die Erfahrung des Baumeisters und äußere Faktoren. Nester derselben Webervogelart sind nicht unbedingt alle genau gleich; die Umstände zwingen die Vögel, flexibel zu sein.

    Webervögel bauen ihre Nester aus Materialien, die sie in ihrer Umgebung finden. Andere geniale Baumeister der Natur sind die Spinnen. Sie fertigen ihre Netze aus einem faszinierenden Werkstoff, den sie selbst herstellen: Seide. Spinnenseide ist einzigartig. Sie ist sehr dünn, sehr belastbar und sie hat viele interessante Anwendungsmöglichkeiten. Die Spinnen stellen sie mit Leichtigkeit her und Wissenschaftler arbeiten seit Jahren daran, diese künstlich herzustellen.

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    • Jahr:2013
    • Herkunft:ARTE F
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