Themenabend

Kurioses aus der Tierwelt

Supersinne: Aale und Pflanzen

Dokumentationsreihe -
23 Min.
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    • Sendetermine:
    • Sonntag, 2. Oktober um 7.10 Uhr
    • Dienstag, 20. September um 8.55 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 23. August bis zum 31. August 2016

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Der britische Tierfilmer Sir David Attenborough stellt zwei Tiere gegenüber, die eine erstaunliche Eigenschaft gemeinsam haben. In dieser Folge: Der Zitteraal war lange Zeit ein Mysterium. Als die ersten Europäer die Neue Welt entdeckten, hörten sie unglaubliche Geschichten über diesen Fisch. Und vor 200 Jahren erregte eine fleischfressende Pflanze das Interesse Naturforscher.

Die Fähigkeiten einiger Pflanzen und Tiere sind so außergewöhnlich, dass sie fast übernatürlich erscheinen. In der heutigen Folge betrachtet Sir David Attenborough einen Fisch, der uns das Phänomen der Elektrizität nahegebracht hat, sowie Pflanzen, die mit ihren Sinnen die moderne Wissenschaft in Erstaunen versetzen. Aber welchen Nutzen haben diese Fähigkeiten für die Organismen, die sie besitzen?

Der Zitteraal war lange Zeit ein Mysterium. Als die ersten Europäer die Neue Welt entdeckten, hörten sie unglaubliche Geschichten über diesen Fisch. Als dann im 18. Jahrhundert die ersten Zitteraale bei uns eintrafen, erregten sie großes Aufsehen. 1776 brachte der amerikanische Walschiffkapitän George Baker auf einer langen und beschwerlichen Reise über den rauen Atlantik fünf lebende Zitteraale von Südamerika mit nach London. Captain Baker stellte die Fische, die zur Gattung Gymnotus gezählt wurden, am Londoner Haymarket aus und verlangte zwei Schillinge für einen Stromstoß und fünf Schillinge für einen Blitz. Elektrizität spielte also offenbar eine wichtige Rolle in ihrem Leben. Wie und warum sie diese produzieren, konnte zur Zeit ihrer Entdeckung jedoch niemand erklären. Als erforscht wurde, wie sich Zitteraale in ihrer Umgebung zurechtfinden, entdeckte man einen bislang unbekannten Sinn: die elektrische Orientierung.

Vor 200 Jahren erregte eine außergewöhnliche Pflanze das Interesse eines der bedeutendsten Naturforscher der Geschichte. Sie verhielt sich fast wie ein Tier und war in der Lage, sich so schnell zu bewegen, dass sie ihre Nahrung fangen konnte. Charles Darwin war fasziniert von der Venusfliegenfalle. Am meisten beeindruckte Darwin die Schnelligkeit der Reaktion. Er schickte eine Venusfliegenfalle an John Burdon-Sanderson, einen renommierten Physiologen. Dieser platzierte Elektroden auf den Blättern der Pflanze und stellte fest, dass die elektrischen Signale, die sie beim Zuklappen aussandte, nahezu identisch waren mit der winzigen elektrischen Entladung nach der Kontraktion einer tierischen Muskelzelle. Sogar bestimmte Pflanzen kommunizieren also über elektrische Signale mit ihrer Umwelt.

Besetzung und stab
  • Regie:Hilary Jeffkins
  • Jahr:2013
  • Herkunft:ARTE F
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