Poulenc: Gespräche der Karmelitinnen

Poulenc: Gespräche der Karmelitinnen

Montag, 18. Juli um 0:55 Uhr (165 Min.)

Poulenc: Gespräche der Karmelitinnen

Montag, 18. Juli um 0:55 Uhr (165 Min.)

Frankreich während der Revolution: Die Adelige Blanche de La Force hofft, in einem Kloster bei Paris Zuflucht zu finden. ARTE zeigt Francis Poulencs Oper in einer Neuinszenierung von Olivier Py aus dem Théâtre des Champs Elysées. Mit Sängerinnen wie Sophie Koch, Patricia Petibon und Véronique Gens ist die von Publikum und Kritik gefeierte Erfolgsproduktion herausragend besetzt.

Olivier Pys Neuinszenierung von Poulencs Oper "Dialogues des Carmélites" am Théâtre des Champs Elysées erregte im Dezember 2013 Aufsehen bei Publikum und Kritik: Die Tageszeitung "Le Monde" titelte "Karmelitinnen von ergreifender Menschlichkeit", der "Figaro" sprach von "denkwürdigen Dialogen". Die Oper stammt aus dem Jahr 1957 und gilt als ein Meisterwerk der französischen Opernliteratur des 20. Jahrhunderts; sie vereint die emotionale Kraft der Textvorlage von Georges Bernanos mit der expressiven Musik von Francis Poulenc.

Die Handlung spielt in den wirren, blutgetränkten Zeiten der Französischen Revolution: 1789 flüchtet sich die junge Adelige Blanche de La Force vor den Übergriffen der Revolutionäre in ein Karmelitinnen-Kloster. Sie lebt unter ständiger Angst, hofft jedoch, an diesem Ort der Besinnung Zuflucht und Ruhe zu finden. Fünf Jahre später werden die Tore des Klosters unter der Terrorherrschaft gestürmt; die Schwestern sollen hingerichtet werden. Blanche gelingt zunächst die Flucht, aber schließlich bringt sie aus Solidarität und aus dem Glauben schöpfend den Mut auf, sich ebenfalls den Henkern zu stellen.

Die tragische Geschichte der Karmelitinnen, die lieber sterben als ihrem Glauben zu entsagen, wird von einem Weltklasse-Ensemble, unter anderem mit Patricia Petibon, Sophie Koch, Véronique Gens und Sandrine Piau, dargeboten. Die Fernsehaufzeichnung von François-René Martin spiegelt die filmische Bildsprache der Inszenierung wider und steht hinter der Bühnenaufführung in nichts zurück. Insbesondere die Szene, in der Blanche de La Force freiwillig in den Tod geht, ist dramatisch ergreifend in Szene gesetzt.

Autor:  P. Raymond Brückberger, Philippe Agostini
Dirigent/-in:  Jérémie Rhorer
Kostüme:  Pierre-André Weitz
Chor:  Choeur du Théâtre des Champs-Elysées
Komponist/-in:  Francis Poulenc
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten:  Pierre-André Weitz
Libretto:  Georges Bernanos
Licht:  Bertrand Killy
Inszenierung:  Olivier Py
Orchester:  Philharmonia Orchestra
Regie:  François-René Martin
Mit:
Sophie Koch (Mutter Marie)
Patricia Petibon (Blanche de La Force)
Véronique Gens (Madame Lidoine)
Sandrine Piau (Schwester Constance)
Rosalind Plowright (Madame de Croissy)
Topi Lehtipuu (Chevalier de La Force)
Philippe Rouillon (Marquis de La Force)
Annie Vavrille (Mutter Jeanne)
Sophie Pondjiclis (Schwester Mathilde)
François Piolino (Beichtvater des Karmel)
Jérémy Duffau (Erster Kommissar)
Yuri Kissin (Zweiter Kommissar, Offizier)
Matthieu Lécroart (Kerkermeister)