Szenen einer Klasse

Aktuelles & Gesellschaft -
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    • Sendetermine:
    • Dienstag, 28. März um 2.00 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 27. März bis zum 4. April 2017
    • Weltweit verfügbar

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Seta, Midou, Hocine, Mohamed, Sofiane und Brian, alle zwischen 16 und 22 Jahre alt, sind Schulversager. Die "Mission Générale d’Insertion", eine Fördereinrichtung, hat sie in einer Sonderklasse in Bondy im Département Seine-Saint-Denis vereint. Was erhoffen sie sich von ihrer Zukunft? Der Dokumentarfilm zeichnet ein Porträt der Banlieue-Jugend und ihrer schwierigen Lebenswelt.

Seta, Midou, Hocine, Mohamed, Sofiane und Brian, alle zwischen 16 und 22 Jahre alt, haben eines gemeinsam: Sie sind Schulversager – entweder selbst von der Schule gegangen oder geflogen. Die Mission Générale d’Insertion, eine Fördereinrichtung für Menschen ohne Schulabschluss, hat sie in einer Sonderklasse in Bondy im Département Seine-Saint-Denis bunt zusammengewürfelt. Jeder hofft auf eine Aus- oder Fortbildungsstelle. Sie sind jung, aber schon vom Leben gezeichnet und nennen sich selbst „Asis“. In dem Dokumentarfilm „Szenen einer Klasse“ sprechen sie in der ihnen eigenen Ausdrucksweise sehr offen über ihre Erlebnisse und Zukunftsträume. Die Dokumentarfilmer hinterfragen das Klischee von der Gewalt in den Vorstädten. Wer mit den Jugendlichen, die dort leben, in einem Raum sitzt und Zeit verbringt, lernt etwas über die sozialen Brennpunkte und die Schwierigkeiten, mit denen diese jungen Menschen manchmal bis zur völligen körperlichen Erschöpfung zu kämpfen haben. Auf den ersten Blick mutet die Sonderklasse für Schulabgänger wie eine Karikatur der Jugendlichen aus der Banlieue an: Sie tragen Baseballkappe und Kapuzenpulli, fallen durch ihr aggressiv-provokantes Verhalten und ihren Vorstadt-Slang auf. Jegliche Autorität lehnen sie ab. Aber durch die im Verlauf der Dreharbeiten geknüpften persönlichen Beziehungen wird das Bild vielschichtiger und der Blick des Betrachters verändert sich. Die Probleme dieser Jugendlichen werden ebenso deutlich wie die Hoffnungen, die sie hegen. Der Film enthüllt nicht alles über die Porträtierten, sondern deutet einige ihrer intimen Sorgen nur an. Es geht nicht ums Ausfragen, sondern darum, auf Augenhöhe Zugang zu den Jugendlichen zu finden, um sie besser zu verstehen.

Besetzung und stab
  • Regie:Olivier Dury, Marie-Violaine Brincard
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2014
  • Herkunft:ARTE F
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