Themenabend

Durch die Nacht mit ...

Tom Schilling und Olli Schulz

Popkultur & Alternativ -
52 Min.
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    • Sendetermine:
    • Samstag, 22. Oktober um 0.45 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 21. Oktober bis zum 28. Oktober 2016

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Die Sendung zeigt zwei deutsche Jung-Stars, die auf der Suche sind - auch auf der Suche nach einem anderen Berlin. Gibt es ein alternatives Lebensmodell jenseits von Öko und Hausbesetzung? Schilling ist Schauspieler, Schulz Liedermacher und Moderator.

Vertauschte Rollen bei "Durch die Nacht mit ...": Der sonst so stille und zurückhaltende Schauspieler Tom Schilling gerät ins Plaudern – und der für seine cleveren Pöbeleien berüchtigte Musiker Olli Schulz erweist sich als aufmerksamer, mitfühlender Zuhörer.

Tom Schilling ist ein Schauspieler, dem vor allem eines wichtig ist: Haltung zu bewahren. Schilling ist deshalb nicht der bequemste aller Gesprächspartner, aber ganz sicher einer der aufrichtigsten. „Ich wiederum mach jeden Scheiß“, so Olli Schulz, „weil ich mir nicht so den Kopf um die Sachen mache, die ich so rede.“ Damit steht das Motto des Abends: die konsequente Haltung Tom Schillings trifft auf die ebenso konsequente Nicht-Haltung von Olli Schulz.

Zu den wichtigsten Gesprächspartnern des Abends zählt Regierungssprecher Steffen Seibert, den beide für einen Spaziergang durch das Regierungsviertel treffen. „Ich habe viele Fragen an Sie“, lässt Tom Schilling ihn gleich zu Anfang wissen. Welches Verhältnis hat er zur Kanzlerin, würde er auch für Peer Steinbrück arbeiten und nicht zuletzt: Auf was für Musik steht Seibert eigentlich? Schulz dagegen bleibt zunächst seiner Rolle treu und versucht, Steffen Seibert aus der Reserve zu locken – was ihm für einen kurzen Moment sogar gelingt.

Nach einem Telefonat mit Robert Stadlober, der sich ebenfalls in Berlin befindet, beschließen beide spontan, den restlichen Abend gemeinsam zu verbringen – immerhin haben sie sich vor vielen Jahren über Stadlober kennengelernt. Beim lautstarken Kegeln in der ehemaligen DDR-Fahrbereitschaft geht es dann noch einmal richtig zur Sache, bevor die illustre Runde die Kunstsammlung Haubrok inspiziert.

Dass im Laufe des Abends ausgiebig dem Alkohol in seinen unterschiedlichsten Erscheinungsformen zugesprochen wird – Bier, Wein, Wodka und Whiskey kommen in rascher Folge zum Einsatz –, sorgt mit dafür, dass beide sich nicht an die ihnen zugedachten Rollen halten: Schilling geht seinen alten Bekannten teilweise ungewohnt ruppig an, macht freche Bemerkungen über dessen graue Haare und verdonnert das Plappermaul einmal sogar dazu, den Mund zu halten („Einfach mal schweigen!“) – und siehe da: der tut, wie ihm geheißen. Nach einer langen Reise durch die Nacht kommen die beiden schließlich an, am Ende ihres gemeinsamen Abends und irgendwie ganz bei sich selbst.

Besetzung und stab
  • Regie:Markus Heidingsfelder
  • Land:Deutschland
  • Jahr:2013
  • Herkunft:ZDF
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    Vertauschte Rollen bei "Durch die Nacht mit ...": Der sonst so stille und zurückhaltende Schauspieler Tom Schilling gerät ins Plaudern – und der für seine cleveren Pöbeleien berüchtigte Musiker Olli Schulz erweist sich als aufmerksamer, mitfühlender Zuhörer.

    Tom Schilling ist ein Schauspieler, dem vor allem eines wichtig ist: Haltung zu bewahren. Schilling ist deshalb nicht der bequemste aller Gesprächspartner, aber ganz sicher einer der aufrichtigsten. „Ich wiederum mach jeden Scheiß“, so Olli Schulz, „weil ich mir nicht so den Kopf um die Sachen mache, die ich so rede.“ Damit steht das Motto des Abends: die konsequente Haltung Tom Schillings trifft auf die ebenso konsequente Nicht-Haltung von Olli Schulz.

    Zu den wichtigsten Gesprächspartnern des Abends zählt Regierungssprecher Steffen Seibert, den beide für einen Spaziergang durch das Regierungsviertel treffen. „Ich habe viele Fragen an Sie“, lässt Tom Schilling ihn gleich zu Anfang wissen. Welches Verhältnis hat er zur Kanzlerin, würde er auch für Peer Steinbrück arbeiten und nicht zuletzt: Auf was für Musik steht Seibert eigentlich? Schulz dagegen bleibt zunächst seiner Rolle treu und versucht, Steffen Seibert aus der Reserve zu locken – was ihm für einen kurzen Moment sogar gelingt.

    Nach einem Telefonat mit Robert Stadlober, der sich ebenfalls in Berlin befindet, beschließen beide spontan, den restlichen Abend gemeinsam zu verbringen – immerhin haben sie sich vor vielen Jahren über Stadlober kennengelernt. Beim lautstarken Kegeln in der ehemaligen DDR-Fahrbereitschaft geht es dann noch einmal richtig zur Sache, bevor die illustre Runde die Kunstsammlung Haubrok inspiziert.

    Dass im Laufe des Abends ausgiebig dem Alkohol in seinen unterschiedlichsten Erscheinungsformen zugesprochen wird – Bier, Wein, Wodka und Whiskey kommen in rascher Folge zum Einsatz –, sorgt mit dafür, dass beide sich nicht an die ihnen zugedachten Rollen halten: Schilling geht seinen alten Bekannten teilweise ungewohnt ruppig an, macht freche Bemerkungen über dessen graue Haare und verdonnert das Plappermaul einmal sogar dazu, den Mund zu halten („Einfach mal schweigen!“) – und siehe da: der tut, wie ihm geheißen. Nach einer langen Reise durch die Nacht kommen die beiden schließlich an, am Ende ihres gemeinsamen Abends und irgendwie ganz bei sich selbst.

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    • Regie:Markus Heidingsfelder
    • Land:Deutschland
    • Jahr:2013
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