Zug in die Freiheit

Geschichte -
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    • Sendetermine:
    • Dienstag, 31. Januar um 22.40 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 31. Januar bis zum 7. Februar 2017

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Im Laufe des Jahres 1989 hatten immer mehr DDR-Bürger auf dem Gelände der deutschen Botschaft in Prag Zuflucht gesucht. Am 30.9.1989 verkündete ihnen Hans-Dietrich Genscher, dass ihre Ausreise in die BRD nun möglich sei. Doch dann wurde bekannt, dass die Züge einen Umweg durch die DDR fahren sollten, um die Fassade einer regulären Ausreise aufrechtzuerhalten.

30. September 1989 kurz vor sieben Uhr abends. Fast 4.000 Menschen drängen sich im Garten der Prager Botschaft. Sie alle warten auf die Nachricht von Hans Dietrich Genscher. Schließlich erscheint er auf dem Balkon. "Liebe Landsleute. Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise …" Der Rest seiner Rede wird von lautem Jubelgeschrei übertönt. Es ist der Beginn einer der bedeutendsten Ereignisse der deutschen Nachkriegsgeschichte. Noch am gleichen Abend soll der erste Zug von Prag aus in die BRD fahren. Doch was dann bekannt wird, sorgt für Entsetzen: Die Züge sollen einen Umweg fahren. Sie müssen durch die DDR. Für die Botschaftsflüchtlinge beginnt nun eine Zeit des Bangens und Hoffens. Die kommenden neun Stunden Zugfahrt wird kaum einer der Insassen je wieder vergessen. Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit steigen zu und sammeln die Pässe ein, Menschen versuchen, auf den Zug aufzusteigen, einige klettern durch die engen Fenster in die Waggons. Wo der Zug hält, kommt es zu Aufständen, Schlägereien und Festnahmen. Um sechs Uhr morgens erreicht der erste Zug schließlich den Zielort Hof – in der Bundesrepublik. Die erschöpften und gleichzeitig überglücklichen Flüchtlinge liegen sich weinend in den Armen. Helfer nehmen sie in Empfang und versorgen sie mit Essen, Getränken und Schlafmöglichkeiten.

Besetzung und stab
  • Regie:Sebastian Dehnhardt, Matthias Schmidt
  • Land:Deutschland
  • Jahr:2014
  • Herkunft:MDR
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