Die Kunst der Anpassung

AUSSCHNITT Donnerstag, 06. Oktober um 19:30 Uhr (43 Min.)

Die Kunst der Anpassung

Costa Rica

Donnerstag, 06. Oktober um 19:30 Uhr (43 Min.)

Wiederholung am Samstag, 08.10. um 12:15 Uhr

Anhand verblüffender Beispiele zeigt die Dokureihe, wie sich Tier- und Pflanzenarten durch Evolution ihre Anpassungsfähigkeit an die Umwelt bewahren. In dieser Folge: Vor rund 3,5 Millionen Jahren waren Nord- und Südamerika zwei getrennte Kontinente. Nach und nach bildete sich eine Landbrücke heraus: Zentralamerika. Tiere wanderten in dieses neue, paradiesische Land ein.

Im Verhältnis zu seiner Größe ist Costa Rica weltweit das Land mit der beeindruckendsten Artenvielfalt. Dieser Schmelztiegel der Evolution ist das Ergebnis von Tierwanderungen aus Nord- und Südamerika vor mehr als drei Millionen Jahren, als sich zwischen beiden Kontinenten eine Landbrücke bildete. Eingebettet zwischen zwei Weltmeeren und durchquert von einer Bergkette entstanden verschiedene Mikroklimata, in denen sich eine bunte Menge exotischer Flora und Fauna entwickelte.

Die Affen der Neuen Welt haben einen Klammerschwanz, der wie ein fünftes Gliedmaß funktioniert. Aber auch der Tamandua (ein kleiner Ameisenbär) und der Wickelbär haben einen langen, greiffähigen Schwanz.

15 Prozent des weltweiten Artenbestands an Fledermäusen sind in Zentralamerika zu finden. Die erstaunlichste ist das Große Hasenmaul, das mit seinen stark verlängerten Füßen Fische fängt.

Die zentrale Kordillere, die durch die gleiche tektonische Bewegung wie die Landbrücke entstand, spielte auch eine Rolle bei der Entstehung neuer Arten. So bei den Schnurrvögeln, auch Pipras genannt. Auf der einen Seite des Gebirges lebt der Weißbandpipra, auf der anderen Seite der Orangebandpipra.

Das Auftauchen einer Landbrücke in der Seestraße wirkte sich auch auf die Evolution von Meeresbewohnern aus. Berühmteste Beispiele sind die Oliv-Bastardschildkröte und die Atlantik-Bastardschildkröte. Jedes Jahr findet eine Massenwanderung der beiden Arten statt, die am Strand laichen - jede auf ihrer Seite des Isthmus, aber völlig synchron.

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Regie:  Hisako Ichinose