Themenabend

Die Kunst der Anpassung

Indien, die Westghats

Dokumentationsreihe -
43 Min.
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    • Sendetermine:
    • Dienstag, 04. Oktober um 19.30 Uhr
    • Samstag, 08. Oktober um 11.30 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 04. Oktober bis zum 12. Oktober 2016

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Anhand verblüffender Beispiele zeigt die Dokureihe, wie sich Tier- und Pflanzenarten durch Evolution ihre Anpassungsfähigkeit an die Umwelt bewahren. In dieser Folge: Die Bergkette der Westghats verläuft im Westen Indiens parallel zur Küste. Dort sammelt sich das Wasser des Monsuns. Eine Reihe einzigartiger Tiere haben sich perfekt an die regenreichen Bedingungen angepasst.

Vor rund 66 Millionen Jahren entstanden nach einem gewaltigen Vulkanausbruch im Westen Indiens die Westghats. Aufgrund der Erosion durch den vom Indischen Ozean kommenden Monsunregen bildeten sich in dem Gebirgszug sehr unterschiedlich hohe Gipfel heraus. Auf den vom Regen getränkten vulkanischen Böden gedeiht eine üppige Vegetation. Während sich das Zentrum des indischen Subkontinents nach der letzten Eiszeit in eine trockene Ebene verwandelte, blieben die Ghats feucht. Zahlreiche Tierarten passten sich diesen Umweltbedingungen an und konnten sich aufgrund des durchgehenden Waldbewuchses und der geografischen Lage der Ghats beinahe ungehindert ausbreiten.

100 Millionen Jahre vor der Herausbildung der Ghats gehörte Indien zu Gondwana, dem alten Großkontinent der Südhalbkugel. Aus dieser erdgeschichtlichen Epoche hat eine eigenartige Amphibie bis heute überlebt und sich kaum verändert: der Nasikabatrachus sahyadrensis. Der violette Froschlurch verbringt fast sein ganzes Leben einen Meter tief im feuchten Boden. Nur während des Monsunregens kommt er für einige Wochen an die Oberfläche, um sich fortzupflanzen.

Als die Kontinente ihre heutige Form annahmen, siedelten sich neue Säugetiere in den Ghats an. Aus Afrika kamen die Primaten, aber auch die flinken Loris, eine Papageienart. Im Lauf der Evolution passten sich die Einwanderer perfekt an die Lebensbedingungen im tropischen Regenwald an, so dass neue Arten entstanden. Eine völlige Symbiose mit dem Urwald ging der Bartaffe ein. Erst viel später wanderte - wahrscheinlich über Sri Lanka - das bekannteste indische Raubtier ein, der Tiger.

Die Westghats bieten als eines der wenigen noch unberührten Gebiete Indiens vielen bekannten, aber auch einigen äußerst kuriosen Tierarten Zuflucht.

Besetzung und stab
  • Regie:Nallamuthu Subbiah, Job Rustenhoven
  • Land:Neuseeland, Japan, China
  • Jahr:2013
  • Herkunft:ARTE F
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