Die Kunst der Anpassung

AUSSCHNITT Mittwoch, 05. Oktober um 19:30 Uhr (43 Min.)

Die Kunst der Anpassung

Afrika, der Albert-Graben

Mittwoch, 05. Oktober um 19:30 Uhr (43 Min.)

Wiederholung am Dienstag, 25.10. um 12:05 Uhr

Anhand verblüffender Beispiele zeigt die Dokumentationsreihe, wie sich Tier- und Pflanzenarten durch kontinuierliche Evolution ihre Anpassungsfähigkeit an die Umwelt bewahren. Die aktuelle Folge zeigt das Gebiet des Ostafrikanischen Grabens. Dort haben tektonische Aktivitäten eine landschaftliche Vielfalt und zwei grundlegend verschiedene Klimazonen hervorgebracht.

Auf nur einem Prozent der Fläche Afrikas zählt der Albert-Graben mehr Wirbeltierarten als jedes andere Gebiet des Kontinents. Mächtige tektonische und vulkanische Aktivitäten haben hier eine landschaftliche Vielfalt mit verschneiten Gipfeln, trockenen Savannen, dichtem Dschungel und Sümpfen hervorgebracht und das Gebiet in zwei grundverschiedene Klimazonen unterteilt. An diese radikalen Veränderungen mussten sich Flora und Fauna anpassen, um zu überleben.

In den Dschungeln im Westen des Albert-Grabens lebt das scheue Okapi. Es hat einen kurzen Hals und ist an einigen Körperteilen gestreift. In den Trockensavannen östlich des Grabens haben als einzige Nachfahren des Okapis Giraffen überlebt.

Auch das höchste Bergmassiv Afrikas befindet sich in Ostafrika. Obwohl das Ruwenzori-Gebirge auf Höhe des Äquators liegt, gibt es dort Gletscher. In den eisigen Höhen leben nur wenige Tiere; unter anderem hat sich ein wunderschöner kleiner Vogel auf erstaunliche Weise an die rauen Bedingungen angepasst.

Der Fluss Kongo verdankt seine Entstehung ebenfalls geologischen Urkräften. Er bildete einst eine unüberwindbare Grenze, sodass sich dies- und jenseits des Stroms zwei unterschiedliche Schimpansenarten entwickelten. Die Schimpansen im Norden sind angriffslustig und kriegerisch, während die Bonobos südlich des Flusses friedlich miteinander leben.

Vermutlich wurde auch die menschliche Evolution durch die Entstehung des Ostafrikanischen Grabens beeinflusst: Man nimmt an, dass der aufrechte Gang entstand, weil er den Vorfahren des Menschen erlaubte, sich der neuen Topografie anzupassen.

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Regie:  Quinn Berentson