Themenabend

Tristia

Eine Schwarzmeer-Odyssee

Dokumentarfilm -
98 Min.
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    • Sendetermine:
    • Donnerstag, 24. November um 23.40 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 24. November bis zum 1. Dezember 2016

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Einmal um das Schwarze Meer - das unbekannte und sagenumwobene Gewässer. Stanislaw Muchas Odyssee führt durch sieben Länder, dort, wo die Grenze zwischen Asien und Europa verläuft und Zivilisation und Barbarei ihren Ursprung haben.

Stanislaw Mucha nimmt den Zuschauer mit auf eine erstaunliche und muntere Reise, die über 5.000 Kilometer an der Schwarzmeerküste entlangführt. Zwischen Krim und Kaukasus, türkischer Nordküste und Donaudelta erstrecken sich Landschaften, deren Zauber und Zerstörtheit gleichermaßen einmalig ist. Der Dokumentarfilm fängt die Kollision von mythischen Bildern, in denen die Zeit stehengeblieben scheint, mit dem rasanten, multikulturellen Wandel von postkommunistischen Ideen zu kapitalistischen Versuchungen ein.

Vor Mucha und seinem Filmteam liegen sechs beziehungsweise sieben Länder. Sieben, weil es ein Land offiziell nicht gibt: Abchasien. Nach der Ukraine und Russland kommt Abchasien – zwischen Russland und Georgien versteckt –, dann Georgien, die Türkei, Bulgarien und Rumänien.

All diese Länder begrenzen das große Binnenmeer, das auch die „Mutter der Meere” genannt wird: das Schwarze Meer ist das Meer der Widersprüche: Hier treffen Orient und Okzident, Zivilisation und Barbarei, Kriegsschauplatz und Ferienort aufeinander, Prunk steht neben Beschaulichkeit, Salz- trifft auf Süßwasser. Seit jeher ist diese Region Bühne der Weltgeschichte und wird von Konflikten erschüttert – jüngst erneut von den Bluttaten auf der Krim. Die Menschen sind mit unzähligen Glücksversprechen gesegnet und werden immer wieder von Enttäuschungen gebeutelt.

Das Schwarze Meer, einst von Poeten als das „gastliche“ oder das „Glück schenkende“ Meer bezeichnet, in der Bibel als „Blutmeer” tituliert, fristete zuletzt ein Dasein im toten Winkel der Weltpolitik – als Grenzregion, die touristisch nur in Ansätzen erschlossen war.

Nach einem 50-jährigen Dornröschenschlaf, bewacht von Grenzern und Sperranlagen der Weltmächte, schrillt nun der Wecker des ungezügelten Kapitalismus. Die Schwarzmeerregion ist eine Landschaft der europäischen Zukunft: voller Energie und voll menschlichem Verlangen nach Freiheit und Wohlstand. Vieles wird bei diesem Aufbruch zerstört und unspektakulär untergehen – das macht den unterhaltsamen, witzigen und manchmal exotischen Dokumentarfilm zu einem unwiederbringlichen Zeitdokument in der Phase des Umbruchs.

Besetzung und stab
  • Regie:Stanislaw Mucha
  • Land:Deutschland
  • Jahr:2014
  • Herkunft:HR
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    Stanislaw Mucha nimmt den Zuschauer mit auf eine erstaunliche und muntere Reise, die über 5.000 Kilometer an der Schwarzmeerküste entlangführt. Zwischen Krim und Kaukasus, türkischer Nordküste und Donaudelta erstrecken sich Landschaften, deren Zauber und Zerstörtheit gleichermaßen einmalig ist. Der Dokumentarfilm fängt die Kollision von mythischen Bildern, in denen die Zeit stehengeblieben scheint, mit dem rasanten, multikulturellen Wandel von postkommunistischen Ideen zu kapitalistischen Versuchungen ein.

    Vor Mucha und seinem Filmteam liegen sechs beziehungsweise sieben Länder. Sieben, weil es ein Land offiziell nicht gibt: Abchasien. Nach der Ukraine und Russland kommt Abchasien – zwischen Russland und Georgien versteckt –, dann Georgien, die Türkei, Bulgarien und Rumänien.

    All diese Länder begrenzen das große Binnenmeer, das auch die „Mutter der Meere” genannt wird: das Schwarze Meer ist das Meer der Widersprüche: Hier treffen Orient und Okzident, Zivilisation und Barbarei, Kriegsschauplatz und Ferienort aufeinander, Prunk steht neben Beschaulichkeit, Salz- trifft auf Süßwasser. Seit jeher ist diese Region Bühne der Weltgeschichte und wird von Konflikten erschüttert – jüngst erneut von den Bluttaten auf der Krim. Die Menschen sind mit unzähligen Glücksversprechen gesegnet und werden immer wieder von Enttäuschungen gebeutelt.

    Das Schwarze Meer, einst von Poeten als das „gastliche“ oder das „Glück schenkende“ Meer bezeichnet, in der Bibel als „Blutmeer” tituliert, fristete zuletzt ein Dasein im toten Winkel der Weltpolitik – als Grenzregion, die touristisch nur in Ansätzen erschlossen war.

    Nach einem 50-jährigen Dornröschenschlaf, bewacht von Grenzern und Sperranlagen der Weltmächte, schrillt nun der Wecker des ungezügelten Kapitalismus. Die Schwarzmeerregion ist eine Landschaft der europäischen Zukunft: voller Energie und voll menschlichem Verlangen nach Freiheit und Wohlstand. Vieles wird bei diesem Aufbruch zerstört und unspektakulär untergehen – das macht den unterhaltsamen, witzigen und manchmal exotischen Dokumentarfilm zu einem unwiederbringlichen Zeitdokument in der Phase des Umbruchs.

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    • Regie:Stanislaw Mucha
    • Land:Deutschland
    • Jahr:2014
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