Themenabend

Heart of a Dog

Dokumentarfilm -
76 Min.
  • SENDETERMINE UND VERFÜGBARKEIT Descendre

    • Sendetermine:
    • Dienstag, 25. Oktober um 0.05 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 24. Oktober bis zum 1. November 2016

    Mich per E-Mail erinnern

    Stunden vor der nächsten Ausstrahlung dieses Programms eine E-Mail als Erinnerung.

    ARTE garantiert, dass die angegebene E-Mail-Adresse nur für den Versand dieser Erinnerungsmail verwendet wird.

Wie erzählt man sein Leben? Filmischer Essay über Liebe, Tod und Sprache von der US-amerikanischen Musikerin und Performancekünstlerin Laurie Anderson. Mit melodischer Stimme und in einer losen Flut von Bildern erzählt sie vom Tod ihrer Mutter, ihres Mannes Lou Reed sowie ihres Hundes Lolabelle vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklungen nach dem 11. September.

„Heart of a Dog” ist eine poetisch-visuelle Meditation über das „Bardo”, laut dem Tibetischen Totenbuch „die 47 Tage nach dem Tod eines lebendigen Wesens, während derer seine Identität zu bröckeln beginnt und sein Bewusstsein sich auf eine neue Lebensform vorbereitet.” Der Teil „A Story About a Story” erzählt die leidvolle Geschichte der Regisseurin, die ihre Kindheit wegen einer Rückenfraktur im Krankenhaus verbrachte. Laurie Anderson schildert, wie sie damals die Bezüge zwischen Realität, Autorität und Gedächtnisverlust verstand und lernte, sich ihre ganz eigenen Geschichten auszudenken. Sie skizziert Theorien zu Schlaf, Fantasie und Orientierungslosigkeit und setzt sie in Beziehung zu Zeit- und Identitätsfragen. Wie findet man den richtigen Weg? Und wie erzählt man sein Leben?

Laurie Anderson verbindet animierte Zeichnungen, Super-8-Aufnahmen aus ihrer Kindheit und rhythmische Textauszüge assoziativ zu einer ganz persönlichen visuellen Sprache. Private Episoden aus ihrer Biografie wechseln sich ab mit Gedankengängen über die Informations- und Überwachungsgesellschaft. Dazu schrieb sie eine eingängige Musik: Geigensolos, Quartette und elektronische Klänge begleiten den gesamten Film. „Es waren nicht Themen”, erklärt sie in einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit”. „Mich hat interessiert, was passiert, wenn Wörter zu Geschichten werden, die zu Welt werden und Welt formen. Der Film war wie ein Radio-Hörspiel gedacht, in dem ohne Pause erzählt wird.” Dennoch gibt sie eine wesentliche buddhistische Weisheit über den Verlust eines geliebten Menschen weiter: Man müsse lernen, traurig zu sein, ohne traurig zu sein.

ARTE zeigt den Film zeitnah zum Todestag von Lou Reed, verstorben am 27. Oktober 2013. „Heart of a Dog” ist Lou Reed gewidmet, und Laurie Anderson lässt ihrem Mann des letzte Wort, mit dem Song „Turning Time Around”, eine melancholische Liebeserklärung.

Besetzung und stab
  • Regie:Laurie Anderson
  • Land:USA
  • Jahr:2012
  • Herkunft:ARTE F
Kommentare (0)
  • Weiterlesen

    „Heart of a Dog” ist eine poetisch-visuelle Meditation über das „Bardo”, laut dem Tibetischen Totenbuch „die 47 Tage nach dem Tod eines lebendigen Wesens, während derer seine Identität zu bröckeln beginnt und sein Bewusstsein sich auf eine neue Lebensform vorbereitet.” Der Teil „A Story About a Story” erzählt die leidvolle Geschichte der Regisseurin, die ihre Kindheit wegen einer Rückenfraktur im Krankenhaus verbrachte. Laurie Anderson schildert, wie sie damals die Bezüge zwischen Realität, Autorität und Gedächtnisverlust verstand und lernte, sich ihre ganz eigenen Geschichten auszudenken. Sie skizziert Theorien zu Schlaf, Fantasie und Orientierungslosigkeit und setzt sie in Beziehung zu Zeit- und Identitätsfragen. Wie findet man den richtigen Weg? Und wie erzählt man sein Leben?

    Laurie Anderson verbindet animierte Zeichnungen, Super-8-Aufnahmen aus ihrer Kindheit und rhythmische Textauszüge assoziativ zu einer ganz persönlichen visuellen Sprache. Private Episoden aus ihrer Biografie wechseln sich ab mit Gedankengängen über die Informations- und Überwachungsgesellschaft. Dazu schrieb sie eine eingängige Musik: Geigensolos, Quartette und elektronische Klänge begleiten den gesamten Film. „Es waren nicht Themen”, erklärt sie in einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit”. „Mich hat interessiert, was passiert, wenn Wörter zu Geschichten werden, die zu Welt werden und Welt formen. Der Film war wie ein Radio-Hörspiel gedacht, in dem ohne Pause erzählt wird.” Dennoch gibt sie eine wesentliche buddhistische Weisheit über den Verlust eines geliebten Menschen weiter: Man müsse lernen, traurig zu sein, ohne traurig zu sein.

    ARTE zeigt den Film zeitnah zum Todestag von Lou Reed, verstorben am 27. Oktober 2013. „Heart of a Dog” ist Lou Reed gewidmet, und Laurie Anderson lässt ihrem Mann des letzte Wort, mit dem Song „Turning Time Around”, eine melancholische Liebeserklärung.

  • Empfohlene Videos
  • Besetzung und Stab
    • Regie:Laurie Anderson
    • Land:USA
    • Jahr:2012
    • Herkunft:ARTE F
  • Kommentare