Themenabend

360° Geo Reportage

Mezcal, Hochprozentiges aus Mexiko

Entdeckung -
43 Min.
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    • Sendetermine:
    • Montag, 12. Dezember um 12.35 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 12. Dezember bis zum 19. Dezember 2016

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In Mexiko gilt der Mezcal als hochprozentiges Geschenk der Götter. Im Rest der Welt ist das Muttergetränk des Tequila vor allem durch die Raupe bekannt, die der Flasche beigefügt ist. Doch der Mezcal ist mehr als das - er ist Lebensgefühl und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der verarmten Provinz Oaxaca.

Schon die Ureinwohner der mexikanischen Region Oaxaca, die Zapoteken, brauten für ihre Riten einen Likör aus wilden Agaven und Heilpflanzen – den Mezcal. Noch heute wird der traditionelle Mezcal vor allem in Familienbetrieben gebrannt. Die verschiedenen Agavenarten aus der Provinz Oaxaca geben ihm seinen besonderen Geschmack. Mezcalero zu sein, also Mezcal-Meister, gilt hier als angesehener Beruf, viele Familien haben ihre Existenz auf den Anbau und die Verarbeitung der Agaven ausgerichtet. Doch immer mehr große Firmen wollen ihren Anteil am Geschäft mit dem populären Getränk, und die kleinen Destillen müssen um ihren Platz auf dem heiß umkämpften Markt ringen. „360° Geo Reportage“ hat eine Mezcalero-Familie besucht. Tausende von Agaven säumen die Felder im mexikanischen Oaxaca, jede einzelne über einen Meter hoch und gespickt mit speerspitzenartigen Blättern. Die Ernte ist Knochenarbeit. Auf den Feldern von Don Felipe ist die Arbeit in vollem Gange. Die geernteten Agavenherzen werden gekocht, zerkleinert und vergoren. Dann beginnt die eigentliche Kunst des Mescaleros: die Destillerie, die dem Mezcal seinen typischen Geschmack gibt. Über 50 verschiedene Sorten gibt es. Am bekanntesten ist der Tequila. Der traditionelle Mezcal wird hauptsächlich in der Region Oaxaca hergestellt. Hier leben viele Familien von der Mezcal-Produktion. Die Mezcaleros geben ihre Rezepte an die nachfolgende Generation weiter. Einer von ihnen ist Don Felipe, dessen Familie bereits seit Generationen Agaven anbaut und verarbeitet – bisher allerdings nur für den Eigenbedarf und für ausgewählte Kunden, die persönlich beliefert werden. Doch leben kann die Familie davon nicht. Deshalb möchte Don Felipe, so wie viele Mezcal-Bauern, sein Geschäft profitabler machen, bevor die internationalen Firmen, die längst das Potenzial des immer beliebter werdenden Agaven-Schnapses erkannt haben, den Markt völlig unter sich aufgeteilt haben. Mezcal gehört bereits zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen der verarmten Region. Um ihr Produkt offiziell verkaufen zu dürfen, benötigen Mezcaleros wie Don Felipe jedoch eine offizielle Registrierung. Und die muss er erst beantragen. Hilfe bekommt er von Silvia Philion, die eine der ersten Mezcalotheken der Region betreibt. Sie hält Don Felipes Mezcal für einen der besten seiner Art. Nun müssen nur noch die Behörden überzeugt werden.

Besetzung und stab
  • Regie:Roberto Lugones
  • Land:Deutschland
  • Jahr:2012
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    Schon die Ureinwohner der mexikanischen Region Oaxaca, die Zapoteken, brauten für ihre Riten einen Likör aus wilden Agaven und Heilpflanzen – den Mezcal. Noch heute wird der traditionelle Mezcal vor allem in Familienbetrieben gebrannt. Die verschiedenen Agavenarten aus der Provinz Oaxaca geben ihm seinen besonderen Geschmack. Mezcalero zu sein, also Mezcal-Meister, gilt hier als angesehener Beruf, viele Familien haben ihre Existenz auf den Anbau und die Verarbeitung der Agaven ausgerichtet. Doch immer mehr große Firmen wollen ihren Anteil am Geschäft mit dem populären Getränk, und die kleinen Destillen müssen um ihren Platz auf dem heiß umkämpften Markt ringen. „360° Geo Reportage“ hat eine Mezcalero-Familie besucht. Tausende von Agaven säumen die Felder im mexikanischen Oaxaca, jede einzelne über einen Meter hoch und gespickt mit speerspitzenartigen Blättern. Die Ernte ist Knochenarbeit. Auf den Feldern von Don Felipe ist die Arbeit in vollem Gange. Die geernteten Agavenherzen werden gekocht, zerkleinert und vergoren. Dann beginnt die eigentliche Kunst des Mescaleros: die Destillerie, die dem Mezcal seinen typischen Geschmack gibt. Über 50 verschiedene Sorten gibt es. Am bekanntesten ist der Tequila. Der traditionelle Mezcal wird hauptsächlich in der Region Oaxaca hergestellt. Hier leben viele Familien von der Mezcal-Produktion. Die Mezcaleros geben ihre Rezepte an die nachfolgende Generation weiter. Einer von ihnen ist Don Felipe, dessen Familie bereits seit Generationen Agaven anbaut und verarbeitet – bisher allerdings nur für den Eigenbedarf und für ausgewählte Kunden, die persönlich beliefert werden. Doch leben kann die Familie davon nicht. Deshalb möchte Don Felipe, so wie viele Mezcal-Bauern, sein Geschäft profitabler machen, bevor die internationalen Firmen, die längst das Potenzial des immer beliebter werdenden Agaven-Schnapses erkannt haben, den Markt völlig unter sich aufgeteilt haben. Mezcal gehört bereits zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen der verarmten Region. Um ihr Produkt offiziell verkaufen zu dürfen, benötigen Mezcaleros wie Don Felipe jedoch eine offizielle Registrierung. Und die muss er erst beantragen. Hilfe bekommt er von Silvia Philion, die eine der ersten Mezcalotheken der Region betreibt. Sie hält Don Felipes Mezcal für einen der besten seiner Art. Nun müssen nur noch die Behörden überzeugt werden.

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