Pharao im heutigen Ägypten (3/3)

ARTE+7 Dienstag, 20. September um 11:20 Uhr (59 Min.)

Pharao im heutigen Ägypten (3/3)

Husni Mubarak

Dienstag, 20. September um 11:20 Uhr (59 Min.)

Erstausstrahlung am Freitag, 09.09. um 11:20 Uhr

Die spannende Chronik schildert 60 Jahre der politischen Entwicklung Ägyptens, von 1950 bis in die jüngste Zeit, unter verschiedenen Machthabern. Welche Rolle spielte die Konfrontation zwischen dem Militär und den Islamisten. Dritter Teil: Die Präsidentschaft Mubaraks und sein Sturz im arabischen Frühling in Ägypten

Am 25. Januar 1952 gleicht das Zentrum von Kairo einem Schlachtfeld. Die Menge fordert den Rückzug der britischen Kolonialtruppen aus ihrem Land und verlangt "Freiheit, Brot und soziale Gerechtigkeit". Am 23. Juli wird die Monarchie gestürzt. Im Februar 2011 skandiert das ägyptische Volk dieselben Parolen. Nur richtet sich sein Zorn diesmal gegen Husni Mubarak, der das Land drei Jahrzehnte lang mit harter Hand regierte. Nachdem die Ägypter im Zuge der Aufstände in der arabischen Welt in Massenprotesten auf die Straße gegangen waren, zwang die Armeeführung Mubarak am 11. Februar 2011 zum Rücktritt.Nach dem Sturz der Monarchie am 23. Juli 1952 durch einen Militärputsch unter Mohammed Nagib und Gamal Abdel Nasser wurde 1953 die Republik ausgerufen. Sechs Jahrzehnte lang folgte an der Spitze des Landes ein moderner Pharao auf den anderen. Von Gamal Abdel Nasser über Anwar el-Sadat bis hin zu Husni Mubarak war ein Ziel allen gemein: Ägyptens endgültige Ablösung von den ehemaligen Kolonialmächten und seine Verwandlung in einen modernen, laizistischen Musterstaat für den ganzen Kontinent. Der Dokumentarfilm "Pharao im heutigen Ägypten" beleuchtet die Geschichte der aufeinanderfolgenden Machtregime ab den 50er Jahren und erklärt, warum ihre Weichenstellungen für eine gefestigte Unabhängigkeit in der Revolution 2011 auf dem Tahrir-Platz mündeten.(3): Husni MubarakNach dem tödlichen Kugelhagel radikaler Islamisten auf Anwar el-Sadat wird sein damaliger Stellvertreter Husni Mubarak zum Staatsoberhaupt Ägyptens und bleibt die kommenden 30 Jahre an der Macht. Innenpolitisch verfolgt Mubarak einen harten Kurs und präsentiert sich nach außen als "Bollwerk gegen die Islamisten". Als Mittel für seinen autoritären Regierungsstil führte Mubarak kurz nach seinem Amtsantritt die aus der Zeit Sadats stammenden Notstandsgesetze wieder ein.Ein Großteil des ägyptischen Volkes ist verarmt und muss ohnmächtig dabei zusehen, wie soziale Konflikte immer schärfer zutage treten - ein günstiges Klima für die Verbreitung islamistischer Strömungen. Armee und Muslimbruderschaft sind seit der Unabhängigkeit Ägyptens die beiden einzigen politischen Mächte im Land. Der Sturz von Präsident Husni Mubarak im Februar 2011 eröffnete den Muslimbrüdern, die heute in Ägypten offiziell als Terrororganisation eingestuft sind, neue Möglichkeiten. Im Juni 2012 gewann ihr Kandidat Mohammed Mursi die Präsidentenwahl, ehe er ein Jahr später nach Massenprotesten vom Militär gestürzt wurde.

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    ARTE+7 Dienstag, 20. September um 11:20 Uhr (59 Min.)

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Regie:  Jihan El-Tahri