Themenabend

Baukunst

Das Kultur- und Freizeitzentrum Pompeia in São Paulo

Dokumentationsreihe -
27 Min.
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    • Sendetermine:
    • Sonntag, 13. November um 6.55 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 13. November bis zum 21. November 2016

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Zwischen 1977 und 1986 entstand im brasilianischen São Paulo im Stadtviertel Palmeira das SESC Pompéia. Es handelt sich dabei um ein großes Sport- und Kulturzentrum. Der SESC-Komplex, auch Fábrica da Pompéia genannt, gehört zu den berühmtesten Bauten São Paulos.

In den Räumen einer ehemaligen Fabrik errichtete die Architektin Lina Bo Bardi, die mit ihrem Mann von Italien nach Brasilien ausgewandert war, im Auftrag der SESC (Seviço Social da Comércio, „Sozialer Dienst des Handels“) ein großes Kultur- und Sportzentrum. Seit 1946 bietet diese Organisation den Angestellten ihrer Mitgliedsfirmen medizinische Betreuung sowie kulturelle und sportliche Aktivitäten an. Seit dem Bau der Fábrica da Pompeia können die Angebote an einem zentralen Ort angeboten werden und stehen für jedermann offen.

Das Meisterwerk der sogenannte Architettura Povera, dessen bizarre Betonblöcke im lebhaften Kontrast zur Stadt mit ihren modernen Hochhäusern stehen, bietet unter anderem eine Bibliothek, ein Theater, einen Ausstellungsraum, Aufenthaltsräume sowie zahlreiche Sportmöglichkeiten. Sogar ein Wasserlauf und eine Feuerstelle sind als Wohlfühlelemente in die Hallen integriert.

Drei vertikal aufragende Bauten, ein Würfel, ein steiler Turm und ein hoher Kamin dienen als Gegengewicht zu der horizontalen Ausdehnung der ehemaligen Werkstatthallen.

Die Hallen wurden zu einem großen Teil so gelassen wie zu Fabrikzeiten, nur wenig kam hinzu, auf alles Überflüssige verzichtete die Architektin und schuf so aus einem ehemaligen Ort der Arbeit einen Ort der Erholung und gleichzeitig ein Wahrzeichen für die Stadt.

Besetzung und stab
  • Regie:Richard Copans
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2012
  • Herkunft:ARTE F
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