Themenabend

Hightech am Körper

Leben mit Prothesen

Dokumentation -
53 Min.
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    • Sendetermine:
    • Mittwoch, 12. Oktober um 2.50 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 11. Oktober bis zum 18. Oktober 2016

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Armprothesen, die durch die Kraft der Gedanken gelenkt werden, Kniegelenke, die durch Computertechnik automatisch gesteuert werden - die Möglichkeiten der Technik sind faszinierend. Hightech-Prothesen ermöglichen heute ein relativ normales Leben. Die Dokumentation schildert den Umgang mit künstlichen Gliedmassen.

Karl-Heinz Ammon hat bei einem Arbeitsunfall seinen linken Arm verloren. Als erster Deutscher trägt er eine sogenannte gedankengesteuerte Armprothese. Dafür war eine "bionische Rekonstruktion" notwendig, eine komplizierte Operation, in der Nerven verlegt wurden, so dass er seine Prothese besser steuern kann. Heute lebt der Vater von drei Töchtern mit seinem künstlichen Arm fast wieder so wie vor dem Unfall, manchmal vergisst er sogar, dass er nur einen Arm hat.

Markus Rehm macht mit seiner Unterschenkelprothese Weltrekord-Sprünge. Die Dokumentation begleitet den Spitzensportler bei der Vorbereitung auf die Paralympischen Spiele und zeigt ihn bei seinem Wettkampf – dem Höhepunkt seiner Karriere. Daheim in Leverkusen arbeitet der 24-Jährige als Orthopädietechniker-Meister. Besonders von neu amputierten Patienten wird Markus häufig nach seinen eigenen Erfahrungen gefragt. Markus kann sich gut in seine Kunden einfühlen und deren Bedürfnisse im Prothesenbau umsetzen. Natürlich konstruiert Markus Rehm auch seine eigenen Sport- und Alltagsprothesen. Und mit denen macht er sogar akrobatische Sprünge auf dem Wakeboard.

Die Dokumentation zeigt aber auch die Realität der großen Mehrheit der Prothesenträger: 80 Prozent der Menschen, die amputiert werden, sind über 60 Jahre alt, haben meist eine chronische Krankheit und kommen oft gar nicht oder nur sehr schwer wieder auf die Beine. Zum einen sind sie durch lange Liegezeiten und schwere Krankheit geschwächt, zum anderen bekommen viele keine angemessene Versorgung von den Krankenkassen bezahlt. Eine gravierende Lücke im Gesundheitssystem, kritisiert Andrea Vogt-Bolm. Die Leiterin des gemeinnützigen Instituts AMPU-VITA fordert, dass auch ältere Menschen eine Prothese bekommen, die ihren Anforderungen entspricht. Aus ihrem Beratungsalltag weiß Andrea Vogt-Bolm, dass viele Patienten vor den Krankenkassen kapitulieren.

Die Dokumentation begleitet auch Ingrid Vogt, die aufgrund einer Gefäßkrankheit beide Beine verloren hat. Die heute 74-Jährige plagen starke Phantomschmerzen, auf ihren Prothesen kann sie maximal 40 Meter weit laufen. Doch Ingrid Vogt und ihr Ehemann haben sich mit der neuen Lebenssituation arrangiert, sie erfreuen sich an dem, was noch geht.

Besetzung und stab
  • Regie:Gesa Berg
  • Land:Deutschland
  • Jahr:2013
  • Herkunft:NDR
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    Karl-Heinz Ammon hat bei einem Arbeitsunfall seinen linken Arm verloren. Als erster Deutscher trägt er eine sogenannte gedankengesteuerte Armprothese. Dafür war eine "bionische Rekonstruktion" notwendig, eine komplizierte Operation, in der Nerven verlegt wurden, so dass er seine Prothese besser steuern kann. Heute lebt der Vater von drei Töchtern mit seinem künstlichen Arm fast wieder so wie vor dem Unfall, manchmal vergisst er sogar, dass er nur einen Arm hat.

    Markus Rehm macht mit seiner Unterschenkelprothese Weltrekord-Sprünge. Die Dokumentation begleitet den Spitzensportler bei der Vorbereitung auf die Paralympischen Spiele und zeigt ihn bei seinem Wettkampf – dem Höhepunkt seiner Karriere. Daheim in Leverkusen arbeitet der 24-Jährige als Orthopädietechniker-Meister. Besonders von neu amputierten Patienten wird Markus häufig nach seinen eigenen Erfahrungen gefragt. Markus kann sich gut in seine Kunden einfühlen und deren Bedürfnisse im Prothesenbau umsetzen. Natürlich konstruiert Markus Rehm auch seine eigenen Sport- und Alltagsprothesen. Und mit denen macht er sogar akrobatische Sprünge auf dem Wakeboard.

    Die Dokumentation zeigt aber auch die Realität der großen Mehrheit der Prothesenträger: 80 Prozent der Menschen, die amputiert werden, sind über 60 Jahre alt, haben meist eine chronische Krankheit und kommen oft gar nicht oder nur sehr schwer wieder auf die Beine. Zum einen sind sie durch lange Liegezeiten und schwere Krankheit geschwächt, zum anderen bekommen viele keine angemessene Versorgung von den Krankenkassen bezahlt. Eine gravierende Lücke im Gesundheitssystem, kritisiert Andrea Vogt-Bolm. Die Leiterin des gemeinnützigen Instituts AMPU-VITA fordert, dass auch ältere Menschen eine Prothese bekommen, die ihren Anforderungen entspricht. Aus ihrem Beratungsalltag weiß Andrea Vogt-Bolm, dass viele Patienten vor den Krankenkassen kapitulieren.

    Die Dokumentation begleitet auch Ingrid Vogt, die aufgrund einer Gefäßkrankheit beide Beine verloren hat. Die heute 74-Jährige plagen starke Phantomschmerzen, auf ihren Prothesen kann sie maximal 40 Meter weit laufen. Doch Ingrid Vogt und ihr Ehemann haben sich mit der neuen Lebenssituation arrangiert, sie erfreuen sich an dem, was noch geht.

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    • Regie:Gesa Berg
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