Molière (1/2)

Molière (1/2)

Montag, 15. April um 14:00 Uhr (118 Min.)

Molière (1/2)

Montag, 15. April um 14:00 Uhr (118 Min.)

Wiederholung am Montag, 15.04. um 14:00 Uhr
Erstausstrahlung am Montag, 15.04. um 14:00 Uhr

Jean-Baptiste Poquelin wächst im Paris des 17. Jahrhunderts als Sohn eines Tapetenmachers auf, fühlt sich aber schon früh zur Kunst hingezogen. Als er die Schauspielerfamilie Béjart kennenlernt, wird ihm klar, wo seine Berufung liegt: auf der Bühne. Legendäre Molière-Biografie.

Paris im frühen 17. Jahrhundert. Der junge Jean-Baptiste Poquelin, der sich später Molière nennen wird, wächst als Ältestes von fünf Kindern in einem geordneten bürgerlichen Haushalt auf. Jean-Baptistes Vater ist als Tapetenmacher erfolgreich. Er arbeitet für den König – und erwartet, dass sein Sohn später einmal das Geschäft übernehmen wird. Unterstützt von seiner sensiblen Mutter und dem Großvater, entwickelt der Junge jedoch schon früh ein Gespür für die weniger prosaischen Dinge des Lebens; besonders die fahrenden Straßentheater faszinieren ihn.

Als er herangewachsen ist, kann er dem Konflikt mit dem Vater nicht mehr ausweichen: Jean-Baptiste wirft die Ausbildung zum Tapetenmacher hin und beginnt in Orléans Recht zu studieren. Die Bekanntschaft mit der Schauspielerfamilie der schönen Madeleine Béjart lässt ihn an seine eigentliche Berufung glauben: Er will Theater spielen. Das „Illustre Théatre“, das er mit den Béjarts gründet, hat zunächst wenig Erfolg. Auf einer seiner strapaziösen Reisen durch die Provinz vereinigt sich das Ensemble jedoch mit der Truppe Dufresne, und allmählich übernimmt Molière die Führung der Compagnie. Er führt nach dem Abschied vom bürgerlichen Dasein ein unkonventionelles Leben als Hauptdarsteller und Autor.

Dann endlich bekommt er die große Chance: Es ergibt sich die Gelegenheit, im Pariser Louvre, vor dem jungen König Louis XIV., aufzutreten. Der Geschmack der adeligen Zuschauer unterscheidet sich nicht wesentlich von dem der Bauern: Molière erkennt, dass seine Zukunft als Theatermacher auf dem Gebiet der burlesken Komödie liegt.

In den folgenden Jahren etabliert er sich bei Hofe, schreibt ein Stück nach dem anderen und genießt die Gunst des Königs. Aber Molières Neigung, das adelige wie klerikale Establishment auf der Bühne vorzuführen, macht ihm Feinde. Und als er Armande Béjart, die Tochter seiner langjährigen Gefährtin Madeleine, heiratet, beginnt es, in der Truppe selbst zu kriseln. Die Ernennung des Ensembles zur königlichen Schauspieltruppe fällt mit einer Zeit der Prüfung zusammen …