Auf der Suche nach außerirdischem Leben (1/2)

Auf der Suche nach außerirdischem Leben (1/2)

Mittwoch, 14. September um 17:30 Uhr (53 Min.)

Auf der Suche nach außerirdischem Leben (1/2)

Haben wir Nachbarn im All?

Mittwoch, 14. September um 17:30 Uhr (53 Min.)

Erstausstrahlung am Montag, 29.08. um 14:35 Uhr

Die Dokumentation enthält Interviews und Erläuterungen international federführender Experten, darunter des Astrobiologen Chris McKay, der einige der unwirtlichsten Orte der Erde untersuchte, um zu verstehen, wie Leben an scheinbar lebensfeindlichen Orten entstehen und sich entwickeln kann.

Früher wurden die Gestirne in der Nachbarschaft der Erde für lebensfeindliche, kalte Gesteinsbrocken gehalten. Jüngste wissenschaftliche Erkenntnisse lassen das Sonnensystem in einem völlig neuen Licht erscheinen. Dank leistungsstarker Teleskope und unbemannter Weltraumsonden wurden verschiedene dynamische Milieus im All entdeckt, zum Beispiel mit organischen Molekülen angereicherte Atmosphären von Himmelskörpern, aktive Vulkane, riesige Salzwasserozeane. Diese Erkenntnisse zwingen die Wissenschaftler zum Umdenken. Denn sollten auf anderen Planeten im Sonnensystem der Erde tatsächlich primitive Formen des Lebens gefunden werden, könnte dies bedeuten, dass es möglicherweise im ganzen Universum Leben gibt.Möglich sind diese Vorstöße nur dank modernster Forschungsmethoden. Die Wissenschaft bedient sich dabei hoch entwickelter Robotersysteme, die im Weltraum Augen und Ohren des Menschen ersetzen. Auf Bildern, die die Nasa-Raumsonde "Cassini" unter den Nebeln des Saturnmondes Titan aufgenommen hat, sind auf dessen Oberfläche erstmals mehrere Seen zu erkennen. Bahnbrechend war auch die Entdeckung von Aminosäure - einem grundlegenden Baustein des Lebens - im Staub, den die "Stardust"-Sonde bei ihrer Begegnung mit einem Kometen aufsammelte. Der neue ferngesteuerte Mars-Rover namens "Curiosity" ist Geologe, Astrobiologe und Forschungslabor in einem. Seine Mission ist es, auf dem Mars die für die Entstehung von Leben unabdingbaren organischen Moleküle aufzuspüren. Auch viele andere Forschungsarbeiten liefern Daten, die die Grenzen des derzeitigen Verständnisses immer mehr verschieben.Die Dokumentation enthält Interviews und Erläuterungen international federführender Experten, darunter des Astrobiologen Chris McKay, der einige der unwirtlichsten Orte der Erde untersuchte, um zu verstehen, wie Leben an scheinbar lebensfeindlichen Orten entstehen und sich entwickeln kann.Im ersten Teil der Dokumentation gehen die Autoren den grundsätzlichen Bedingungen für das Leben nach. Und zwar zunächst auf der Erde, in Gegenden, in denen auf den ersten Blick extrem lebensfeindliche Bedingungen herrschen, wie der Mojave-Wüste und der Antarktis. Welche Parallelen lassen sich zum Mars und dem größten Saturnmond Titan ziehen, auf denen es ebenfalls Voraussetzungen für Leben in Form von Eis und Aminosäuren gibt?

Regie:  Oliver Twinch