Themenabend

Klavierabend mit Maurizio Pollini

Kunst & Kultur -
26 Min.
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    • Sendetermine:
    • Montag, 12. Dezember um 1.50 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 2. März 2015 bis zum 10. März 2015

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Als Jury-Mitglied des Chopin-Wettbewerbs schwärmte Arthur Rubinstein von ihm, da war der Italiener Maurizio Pollini gerade einmal 18 Jahre alt. Pollini suchte im Laufe seiner Karriere immer wieder neue Impulse für seine Musik. Heute ist er ein Altstar am Klavier. In dem vorliegenden Konzert gibt er das Klavierstück "X" von Karlheinz Stockhausen.

Als Jury-Mitglied des Chopin-Wettbewerbs schwärmte Arthur Rubinstein von ihm, da war der Italiener Maurizio Pollini gerade einmal 18 Jahre alt – aber bereits auf dem Weg, einer der ganz großen Pianisten des 20. Jahrhunderts zu werden. Als scheu und Mann ohne Posen beschrieben, sucht Pollini immer wieder neue Impulse für seine Musik. Heute ist er ein Altstar am Klavier. In dem vorliegenden Konzert gibt er das Klavierstück X von Karlheinz Stockhausen. Die Klavierstücke von Karlheinz Stockhausen (1928-2007) gelten heute als musikalische Standardwerke des 20. Jahrhunderts. Bei ihren Uraufführungen sorgten sie jedoch für Aufsehen. Durch die Auflösung vertrauter Melodie- und Rhythmusstrukturen, die neue musikalische Syntax, die Steuerung des musikalischen Ablaufs durch Regelmechanismen, den diskontinuierlichen Diskurs, die Gruppenkomposition und die Einbeziehung des Zufalls erschienen die Stücke für manche Hörer eher unzugänglich. Die Geste der Negation war radikal: „Für die heutige musikalische Sprache ist das sehr typisch: keine Melodie mit Begleitung, keine Haupt- und Nebenstimme, kein Thema und keine Überleitung, auch nicht harmonische Verbindungen komplizierterer und einfacherer Art als Spannung und Auflösung oder synkopierte Rhythmen, die in regelmäßige aufgelöst würden.“ „Keine“, „nicht“, aber was dann? Eine Musik, in der „alles zu allem überleitet“, die „sich ständig im Fluss befindet [...], ohne das Verweilenwollen beim Augenblicklichen, bei den schönen Stellen,“ schrieb Stockhausen 1955 in einer Einführung zu seinem Klavierstück I. Das stürmische Klavierstück X setzt ein neues Kontinuum zwischen „relativer Unordnung und Ordnung" sowie ihrer Zwischenstadien in Interaktion – von gefärbten Pausen über zerklüftete Tonfolgen und dynamisch abgesetzte Einzelnoten bis zu massenhaften Komplexen und virtuosen Clusterkaskaden.

Besetzung und stab
  • Komponist/-in:Karlheinz Stockhausen
  • Regie:Bruno Monsaingeon
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2012
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