Themenabend

Maurizio Pollini, ein Meister am Klavier

Kunst & Kultur -
54 Min.
  • SENDETERMINE UND VERFÜGBARKEIT Descendre

    • Sendetermine:
    • Montag, 12. Dezember um 0.55 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 11. Dezember bis zum 19. Dezember 2016
    • Verfügbar in Deutschland und Frankreich

    Mich per E-Mail erinnern

    Stunden vor der nächsten Ausstrahlung dieses Programms eine E-Mail als Erinnerung.

    ARTE garantiert, dass die angegebene E-Mail-Adresse nur für den Versand dieser Erinnerungsmail verwendet wird.

Maurizio Pollini gehört zu den herausragenden Musikerpersönlichkeiten des 20. und 21. Jahrhunderts und ist einer der bedeutendsten Konzertpianisten weltweit. Bruno Monsaingeon gelang es erstmals, den Künstler für ein ausführliches Interview zu gewinnen. Im Porträt spricht Pollini über sein Leben, sein politisches Engagement, seine italienische Heimat und seine Liebe zur Musik.

Maurizio Pollini wurde am 5. Januar 1942 in Mailand als Sohn eines Architekten geboren. Schon als Kind studierte Pollini Klavier am Mailänder Conservatorio di Musica. Als Elfjähriger trat er 1953 zum ersten Mal öffentlich auf. Drei Jahre später spielte er in einem Konzert die kompletten Chopin-Etüden, und mit 15 Jahren (1957) wurde er Zweiter beim Internationalen Wettbewerb von Genf. Mit 17 Jahren war Pollini Preisträger des Pozzoli-Wettbewerbs in Seregno, und im Frühjahr 1960 machte er mit einem ersten Preis beim Chopin-Wettbewerb in Warschau international auf sich aufmerksam. Nach dem Gewinn des Chopin-Wettbewerbs zog sich Pollini zunächst noch ein Jahr zurück und konzentrierte sich in den Folgejahren auf wenige Auftritte pro Jahr. Dennoch avancierte er schnell zu einem der bedeutendsten Konzertpianisten der Welt. Zunächst wurde Pollini vor allem als außergewöhnlicher Chopin-Interpret bekannt; sein Stil wurde von der Presse als "aufregend, kristallin, formklar und unsentimental" (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. November 2010) gelobt. Außerdem machte er sich als Avantgarde-Pianist einen Namen, der in den 70er Jahren in Fabriken und Sporthallen Konzerte gab und sein Publikum mit einem Programm begeisterte, das Klassik und Moderne auf neue und überraschende Weise vereinte. Neben biografischen Fakten widmet sich der Film den Meilensteinen seiner musikalischen Karriere sowie seinen Freundschaften mit Claudio Abbado, Karl Böhm, Carlos Kleiber und Pierre Boulez. Zu hören ist Pollinis breitgefächertes Repertoire, das von Bach über Verdi, Schönberg und Boulez bis zu Luigi Nono reicht. Letzterer komponierte für Pollini das 1972 uraufgeführte Stück "Como una ola de fuerza y luz". Außerdem beleuchtet die Dokumentation sein politisches Engagement in Italien von den späten 60ern bis in die frühen 80er Jahre.

Besetzung und stab
  • Regie:Bruno Monsaingeon
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2012
Kommentare (0)