Die Spur der Steine

Die Spur der Steine

Samstag, 16. Juli um 6:05 Uhr (26 Min.)

Die Spur der Steine

Homo sapiens: Der Künstler

Samstag, 16. Juli um 6:05 Uhr (26 Min.)

Auf den Spuren der Frühzeitmenschen begegnet Nadia Cleitman heute dem ersten Künstler der Menschheitsgeschichte, dem Homo sapiens. Wann und wie begann er sein kreatives Schaffen? Zunächst geht es in die Dordogne, eine Hochburg der französischen Frühgeschichte.

Auf den Spuren der Frühzeitmenschen begegnet Nadia Cleitman heute dem ersten Künstler der Menschheitsgeschichte, dem Homo sapiens. Wann und wie begann er sein kreatives Schaffen? Zunächst geht es in die Dordogne, eine Hochburg der französischen Frühgeschichte. Die Felswände hier beherbergen bedeutende archäologische Funde, die unter anderem Aufschluss geben über die künstlerischen Talente des Homo sapiens. Deshalb besucht Nadia Cleitman die Höhle von Font-de-Gaume, die einzige öffentlich zugängliche Fundstätte mit polychromer Bemalung aus dem Jungpaläolithikum. Es gibt wenige Höhlenmalereien, die so gut erhalten sind. Außergewöhnlich ist dabei zudem die professionelle Ausführung der Malerei.

Der moderne Mensch, Homo sapiens, ist vermutlich der erste, der die sogenannte Parietalkunst, die Wandmalerei, entwickelt und allgemein verbreitet hat. Die ersten Malereien entstanden 35.000 bis 37.000 Jahre vor unserer Zeit.

Der Homo sapiens malt hauptsächlich Tiere, nur selten Menschen, und diese auf recht seltsame Art. In der Höhle von La Marche, südöstlich von Poitiers, wurden 1937 außergewöhnliche, in Stein geritzte Zeichnungen entdeckt. Von den bis zu 18.000 Jahre alten gravierten Kalkplatten zeigen jedoch mehrere Hundert beeindruckende bildliche Darstellungen von Menschen. Die unbestrittenen Meisterwerke der Höhlenmalerei befinden sich in Lascaux. Die berühmte Höhle wurde 1940 entdeckt und verfügt über die bedeutendsten künstlerischen Zeugnisse des Jungpaläolithikums. Höhlenmalereien wie die von Lascaux zeugen von einer sehr komplexen technischen Versiertheit des Homo sapiens als Künstler.

Regie:  Agnès Molia, Laetitia Vans