Verborgenes Venedig (1/3)

Verborgenes Venedig (1/3)

Mittwoch, 12. Februar um 16:15 Uhr (43 Min.)

Verborgenes Venedig (1/3)

Bewahren und sich neu erfinden

Mittwoch, 12. Februar um 16:15 Uhr (43 Min.)

Wiederholung am Mittwoch, 19.02. um 11:15 Uhr

Die Paläste Venedigs am Canal Grande sind voller Geheimnisse, Geschichten und exzentrischer Bewohner. Die Dokureihe bietet einen einmaligen Blick hinter die Fassaden und zeigt eine prunkvolle, farbenprächtige und luxuriöse Ansicht von Venedig, die dem normalen Besucher verwehrt bleibt.

Francesca Bortolotto Possati ist die ungekrönte Königin Venedigs. Die schlanke, adrette Venezianerin ist die Eigentümerin und Geschäftsführerin der Bauer-Hotel-Gruppe. Das "Bauer" - direkt am Canal Grande gelegen - ist Treffpunkt des internationalen Jetsets, auch Madonna und Jeremy Irons gehören während der Filmfestspiele zu den Gästen Signora Bortolottos. Sie ist eine der einflussreichsten Unternehmerinnen Venedigs: "Frauen haben schon immer eine entscheidende Rolle in Venedig gespielt", sagt sie, "vor allem in der Kunst und im Geschäftsleben. Vielleicht ist das das Erbe der Kurtisanen: starke Frauen - das steckt in der DNA Venedigs." Routiniert und stolz führt sie durch die riesigen Räume und erzählt von ihrer Kindheit in den prachtvollen Sälen des Palazzo Mocenigo Casa Nuovo. Heute wird er vor allem an wohlhabende Menschen aus aller Welt vermietet oder dient als Lokalität für private Feiern. Nicht alle Paläste sind so gut erhalten wie der Palazzo Mocenigo Casa Nuova, denn Restauration und Instandhaltung sind teuer, kompliziert und zeitaufwendig.

Doch Venedig will nicht in der Vergangenheit erstarren und öffnet seine ehrwürdigen Gemäuer der Gegenwart: Das ISMAR, Institut für Meeresforschung, ist im historischen Arsenal untergebracht. In seinen langen Hallen wurden einst die Schiffe gebaut, die Venedig zur Seemacht machten. Heute ist es ein avantgardistischer Ort der Zukunftsforschung. Die wichtigsten Forschungsgebiete des Instituts sind der Anstieg des Meeresspiegels und die damit verbundenen Gefahren, die den Fortbestand dieser einzigartigen Stadt infrage stellen.

Im Kontrast zum ultra-modernen Forschungsinstitut hat ein anderer Teil des Arsenals sein ursprüngliches Aussehen behalten. Hier probt Ismael Ivo, künstlerischer Leiter der Biennale di Danza, mit seinen jungen Tänzern aus aller Welt. Das Arsenal ist eine Heimat für die Kunst geworden und öffnet seine Tore alle zwei Jahre zur weltberühmten Kunstbiennale sowie zu anderen spektakulären Anlässen.

Regie:  Lutz Gregor