Die Spione von Mississippi

Verrat in der Bürgerrechtsbewegung

Geschichte -
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    • Sendetermine:
    • Freitag, 3. März um 9.30 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 3. März bis zum 10. März 2017

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Der Dokumentarfilm beschäftigt sich mit den Zielen und den Methoden der "Mississippi State Sovereignty Commission". Diese schürte den Hass zwischen Schwarzen und Weißen, verwaltete und lenkte ein Netzwerk von Spitzeln; sie warb auch schwarze Spione an. Ein umfassendes Bild des damaligen Geschehens.

Der US-Bundesstaat Mississippi ist in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts ein Synonym für Rassentrennung und Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung. Seit der Abschaffung der Sklaverei 1865 haben die Schwarzen nur auf dem Papier gleiche Rechte wie die Weißen. Als der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten die Rassentrennung in öffentlichen Schulen verbot, versuchte die Regierung des Staates Mississippi 1956 trotzdem mit allen Mitteln, an der Rassentrennung festzuhalten. Sie installierte die Mississippi State Sovereignty Commission – einen Apparat mit der Aufgabe, für den Erhalt der Rassentrennung zu kämpfen. Als erkennbar wurde, dass legale Mittel wie Propaganda und Lobbyarbeit dem Vormarsch der Bürgerrechtler keinen Einhalt boten, erschuf das Amt ein perfides Netzwerk aus Spionen und Informanten – einen Geheimdienst. Es begann eine geheime Jagd, bei der jeder, der auffällig wurde, in die Gefahr geriet, misshandelt, entführt oder ermordet zu werden. Der Dokumentarfilm beschäftigt sich mit den Zielen und den Methoden der Mississippi State Sovereignty Commission. Diese schürte den Hass zwischen Schwarzen und Weißen, verwaltete und lenkte ein Netzwerk von Spitzeln; sie warb auch schwarze Spione an. Da sie geschickt Verbindungen zum Ku-Klux-Klan nutzte, schien sie zunächst gar nicht selbst verantwortlich für die Übergriffe, Razzien und Morde zu sein. Die kriminelle Rolle des Staates wurde erst 1964 mit der Ermordung dreier junger Bürgerrechtler offenbar, die sich zuletzt im Gewahrsam der Polizei befunden hatten. Wie tief der Staat Mississippi in die Rassenkonflikte verstrickt war, zeigt Filmemacherin Dawn Porter mit Hilfe von zum Teil zuvor noch nie veröffentlichten Dokumenten und spektakulärem Archivmaterial. Etliche Verbrechen konnten nur teilweise und verspätet gesühnt werden, weil Akten unter Verschluss blieben. Im Gespräch mit Journalisten, Historikern und Zeitzeugen rekonstruiert Dawn Porter ein umfassendes Bild des damaligen Geschehens. Interviewpartner berichten, welche Rolle sie spielten, sowohl in den Reihen der Bürgerrechtler als auch in der State Sovereignty Commission, und erzählen eine hoch emotionale Geschichte von Menschen, die an das Leben in einem freien Land geglaubt hatten und dafür sterben mussten.

Besetzung und stab
  • Regie:Dawn Porter
  • Land:USA
  • Jahr:2012
  • Herkunft:NDR
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