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Samstag, 13. August um 5:15 Uhr (26 Min.)

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Kleine Geschichte der Pressefotografie

Samstag, 13. August um 5:15 Uhr (26 Min.)

Erstausstrahlung am Sonntag, 07.08. um 12:35 Uhr

Nur wenn ich etwas sehe, glaube ich es. Die Fotografie revolutionierte die Presse, indem sie durch ihren hohen Anspruch an Authentizität den Artikeln mehr Glaubwürdigkeit verlieh. Zwischen den 30er und 50er Jahren arbeiteten zahllose Fotojournalisten für die Illustrierte Presse.

In der Presse ist das fotografische Bild vor allem ein Beweis für die Realität, denn vieles erscheint glaubwürdiger, wenn es sichtbar ist. 1868 veröffentlicht das "Journal Illustré" die erste Fotostrecke. Vor allem in den 1930er und 50er Jahren experimentierten Fotografen wie Henri Cartier-Bresson, Brassaï, Robert Capa, Josef Koudelka, Dorothea Lange, Weegee, W. Eugene Smith und Richard Avedon mit der Pressefotografie und wurden dadurch zu Koryphäen des 20. Jahrhunderts. Bei diesen Fotos stand nicht die Ästhetik, sondern die Natürlichkeit des Dargestellten im Vordergrund. Die Fotos wurden mit Druckplatten aus Kupfer vervielfältigt. Fotomontagen arrangierten die Fotojournalisten mit der Schere. Texte und Fotos verbanden sich immer mehr, wuchsen zusammen und reflektierten sich gegenseitig. In den Montagen setzte sich immer mehr der Wille durch, den monotonen rechteckigen Formaten zu entfliehen und dynamische Bilderkollagen zu kreieren.Die Fotografien waren zwar noch schwarz-weiß, jedoch wurden sie nachträglich beim Druck koloriert, was schon damals für einen Hauch von Kitsch sorgte.

Regie:  Alain Nahum