Liv Ullmann - Eine Nahaufnahme

Kunst & Kultur -
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    • Dienstag, 10. Januar um 2.40 Uhr
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Sie gehört zu den ganz Großen im internationalen Film und wurde schon 2004 mit dem Europäischen Filmpreis "für ihren herausragenden Beitrag zum Weltkino" ausgezeichnet. Die Norwegerin Liv Ullmann gehört zu den bekanntesten europäischen Schauspielerinnen und hat in den letzten Jahren auch mit eigenen Regiearbeiten auf sich aufmerksam gemacht.

Liv Ullmann zeigt sich sehr offen - und im doppelten Sinn ungeschminkt. Denn auch in ihren Kinofilmen tritt sie fast immer ohne Filmschminke vor die Kamera. Das traut sich fast niemand - und dabei sind es gerade die Nahaufnahmen ihres Gesichts, die sie berühmt machten. Berührend und mit dem ihr eigenen, entwaffnenden Humor erzählt Liv Ullmann von ihrer Zusammenarbeit mit Ingmar Bergman. An ausgewählten Szenen aus ihren gemeinsamen Filmen erläutert sie, worauf es ihnen bei Inszenierung und Interpretation der einzelnen Charaktere besonders ankam.

Es ist nicht verwunderlich, dass diese große Schauspielerin irgendwann einmal die Seite wechselte. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich Liv Ullmann als Schauspielerin rargemacht und sich mehr und mehr der Regiearbeit zugewandt. Nach dem großen Erfolg ihrer Theaterinszenierung von „Endstation Sehnsucht“, die, mit Cate Blanchett in der Hauptrolle, im Sommer 2009 in Sydney Premiere hatte, inszenierte Liv Ullmann im vergangen Winter Anton Tschechows „Onkel Wanja“ am Nationaltheater in Oslo. Dort hat Georg Maas sie bei der Probenarbeit beobachtet. Liv Ullmann baut eine ganz besondere Nähe zu den Schauspielern auf und das merkt man: Die Figuren wirken lebensnah und authentisch. Das Theaterstück mit den großen Stars des norwegischen Kinos in den Hauptrollen hatte im Februar 2013 seine Premiere.

Nach langer Pause als Darstellerin hat Liv auch erstmals wieder eine größere Rolle in einem Kinofilm angenommen. Die Arbeit an dem Film „Zwei Leben“ , der als deutscher Beitrag in der Kategorie bester ausländischer Film für den Oskar nominiert ist, hat ihr einerseits große Freude bereitet, sie andererseits aber auch emotional stark gefordert, nicht zuletzt, weil sie in ästhetischen Fragen durchaus auch anderer Meinung sein kann als ihr Regisseur Georg Maas, der auch für dieses Porträt Regie führte. Kein Wunder, hat sie selbst doch schon mehrere Kinofilme als Regisseurin realisiert. Liv Ullmann führt aus, worauf es ihr beim Filmemachen besonders ankommt und verschweigt dabei auch nicht die Selbstzweifel, die ihr nach fünf Jahrzehnten Kinoschaffen immer noch nicht fremd sind.

Es ist die Ehrlichkeit im Umgang mit den eigenen Gefühlen, die bei Liv Ullmanns Rollen und Inszenierungen berührt und der Georg Maas in seinem Porträt Raum gibt.

Besetzung und stab
  • Regie:Georg Maas
  • Land:Deutschland
  • Jahr:2013
  • Herkunft:WDR
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