Themenabend

Qissa - Eine Geistergeschichte

Fernsehfilm -
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    • Sendetermine:
    • Donnerstag, 29. September um 22.15 Uhr
    • Dienstag, 18. Oktober um 1.20 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 29. September bis zum 06. Oktober 2016
    • Verfügbar in Deutschland und Frankreich

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Der Sikh Umber Singh (Irrfan Khan) fühlt sich vom Schicksal betrogen - es hat ihn mit vier Töchtern "gedemütigt", wo doch nur ein männlicher Erbe das Überleben der Familie sichern kann. Verzweifelt versucht er daher, seine vierte Tochter zum Mann zu erziehen. Eine Entscheidung mit verheerenden Folgen. - Gesellschaftsporträt (2013) von Anup Singh.

Der Sikh Umber Singh fühlt sich betrogen - von der Geschichte, denn durch die Teilung Indiens 1947 wurden ihm sein Haus und sein Land genommen, vor allem aber vom Schicksal, das ihn mit vier Töchtern "gedemütigt" hat, wo doch nur ein Sohn das Überleben der Familie sichern kann. Im verzweifelten Versuch, sich seiner Männlichkeit zu versichern und einen Erben zu bekommen, beschließt Umber, seine vierte Tochter zum Mann zu erziehen und sie mit allen Privilegien, die einem Mann zustehen, auszustatten. Er tauft das Kind Kanwar ("junger Prinz") und erzieht es im unerschütterlichen Glauben daran, ein Mann zu sein.

Kanwar wird ihren Schwestern vorgezogen. Sie lernt Auto fahren und arbeitet im Geschäft des Vaters mit. Zweifel an ihrer sexuellen Identität kommen ihr, als sie ihre erste Periode bekommt. Doch Umbers Einfluss auf das Leben Kanwars ist so umfassend, dass sie sich sogar verheiraten lässt. Als Neeli, die aus einer niederen Kaste stammt, begreift, worauf sie sich eingelassen hat, will sie Kanwar verlassen.

Doch Umber hindert sie daran und versucht sie zu vergewaltigen, um einen "echten" Erben, einen Sohn, zu zeugen. Als Kanwar Zeuge dieser Szene wird, weigert sie sich zum ersten Mal, dem Vater zu gehorchen. Es kommt zu einem Kampf auf Leben und Tod, den Umber verliert. Neeli und Kanwar fliehen und versuchen einen gemeinsamen Neubeginn.

Neeli hilft Kanwar dabei, sich selbst als Frau zu sehen, doch Kanwar ringt unter Qualen damit, ihren weiblichen Körper mit dem anerzogenen männlichen Wesen in Einklang zu bringen. Als sie mit Neeli heimlich das Elternhaus besucht, findet sie es niedergebrannt vor. In einem verrußten Spiegel entdeckt sie das Gesicht des Vaters, den sie getötet hat, und wird fortan von dessen Geist verfolgt.

Kanwar erkennt, dass sie ihrer Vergangenheit nicht entkommen kann und noch immer ganz unter Umbers Bann steht. Es gibt keine Flucht vor dem Schicksal, für keinen dieser drei Menschen.

Besetzung und stab
  • Kostüme:Divya Gambhir, Nidhi Gambhir
  • Kamera:Sebastian Edschmid
  • Schnitt:Bernd Euscher
  • Musik:Béatrice Thiriet
  • Produktion:Heimatfilm, National Film Development Corporation (India), Augustus Film, Ciné-Sud Promotion, ZDF/Das kleine Fernsehspiel, ARTE
  • Produzent/-in:Johannes Rexin, Bettina Brokemper
  • Regie:Anup Singh
  • Redaktion:Doris Hepp, Claudia Tronnier
  • Drehbuch:Anup Singh, Madhuja Mukherjee
  • Ton:Simone Galavazi
  • Mit: Irrfan Khan (Umber Singh)
    Tisca Chopra (Mehar)
    Tillotama Shome (Kanwar)
    Rasika Dugal (Neeli)
    Danish Akhtar (Kanwar jung)
  • Land:Deutschland, Indien, Frankreich
  • Jahr:2013
  • Herkunft:ZDF
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    Der Sikh Umber Singh fühlt sich betrogen - von der Geschichte, denn durch die Teilung Indiens 1947 wurden ihm sein Haus und sein Land genommen, vor allem aber vom Schicksal, das ihn mit vier Töchtern "gedemütigt" hat, wo doch nur ein Sohn das Überleben der Familie sichern kann. Im verzweifelten Versuch, sich seiner Männlichkeit zu versichern und einen Erben zu bekommen, beschließt Umber, seine vierte Tochter zum Mann zu erziehen und sie mit allen Privilegien, die einem Mann zustehen, auszustatten. Er tauft das Kind Kanwar ("junger Prinz") und erzieht es im unerschütterlichen Glauben daran, ein Mann zu sein.

    Kanwar wird ihren Schwestern vorgezogen. Sie lernt Auto fahren und arbeitet im Geschäft des Vaters mit. Zweifel an ihrer sexuellen Identität kommen ihr, als sie ihre erste Periode bekommt. Doch Umbers Einfluss auf das Leben Kanwars ist so umfassend, dass sie sich sogar verheiraten lässt. Als Neeli, die aus einer niederen Kaste stammt, begreift, worauf sie sich eingelassen hat, will sie Kanwar verlassen.

    Doch Umber hindert sie daran und versucht sie zu vergewaltigen, um einen "echten" Erben, einen Sohn, zu zeugen. Als Kanwar Zeuge dieser Szene wird, weigert sie sich zum ersten Mal, dem Vater zu gehorchen. Es kommt zu einem Kampf auf Leben und Tod, den Umber verliert. Neeli und Kanwar fliehen und versuchen einen gemeinsamen Neubeginn.

    Neeli hilft Kanwar dabei, sich selbst als Frau zu sehen, doch Kanwar ringt unter Qualen damit, ihren weiblichen Körper mit dem anerzogenen männlichen Wesen in Einklang zu bringen. Als sie mit Neeli heimlich das Elternhaus besucht, findet sie es niedergebrannt vor. In einem verrußten Spiegel entdeckt sie das Gesicht des Vaters, den sie getötet hat, und wird fortan von dessen Geist verfolgt.

    Kanwar erkennt, dass sie ihrer Vergangenheit nicht entkommen kann und noch immer ganz unter Umbers Bann steht. Es gibt keine Flucht vor dem Schicksal, für keinen dieser drei Menschen.

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  • Besetzung und Stab
    • Kostüme:Divya Gambhir, Nidhi Gambhir
    • Kamera:Sebastian Edschmid
    • Schnitt:Bernd Euscher
    • Musik:Béatrice Thiriet
    • Produktion:Heimatfilm, National Film Development Corporation (India), Augustus Film, Ciné-Sud Promotion, ZDF/Das kleine Fernsehspiel, ARTE
    • Produzent/-in:Johannes Rexin, Bettina Brokemper
    • Regie:Anup Singh
    • Redaktion:Doris Hepp, Claudia Tronnier
    • Drehbuch:Anup Singh, Madhuja Mukherjee
    • Ton:Simone Galavazi
    • Mit: Irrfan Khan (Umber Singh)
      Tisca Chopra (Mehar)
      Tillotama Shome (Kanwar)
      Rasika Dugal (Neeli)
      Danish Akhtar (Kanwar jung)
    • Land:Deutschland, Indien, Frankreich
    • Jahr:2013
    • Herkunft:ZDF
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