Die Summe meiner einzelnen Teile

Kino -
113 Min.
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    • Sendetermine:
    • Donnerstag, 26. Januar um 1.25 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 25. Januar bis zum 1. Februar 2017

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Ein junger Mathematiker (Peter Schneider) ist gerade frisch aus der Psychiatrie entlassen worden. Er muss erleben, wie ihm sein bisheriges, geordnetes Leben entgleitet. Arbeits- und obdachlos, von seiner Freundin verlassen stürzt er sich in Alkohol und Wahn. Mit einem kleinen Waisenjungen (Timur Massold) lebt er in den Wäldern rund um Berlin und fasst neuen Lebensmut.

Die Kamera kreist um den nackten Mann im satten Grün des Waldes. Sein schwerer Atem und das Knacken des Holzes, das Rauschen der Blätter und Vogelgezwitscher erfüllen die Szene. Plötzlich lässt er sich nach hinten fallen – das Bild wird schwarz. Die Eingangsszene erinnert an Weingartners ersten Film „Das weiße Rauschen“ mit einem herausragenden Daniel Brühl in der Hauptrolle. „Die Summe meiner einzelnen Teile“ erzählt die Geschichte des Mathematikers Martin, der an den Zwängen der Gesellschaft zerbricht und versucht, diesen zu entfliehen. Sicherheit findet der junge Mann ausschließlich in den Zahlen. Vor seinem Burn-out ist er ein genialer Mathematiker auf Karrierekurs. In einem großen Unternehmen verdient er gut, hat eine Freundin, ein geordnetes Leben. Doch Martin arbeitet bis zur Erschöpfung. Schließlich bricht er zusammen, und seine Welt zerfällt in tausend Einzelteile. Es folgt ein Aufenthalt in der Psychiatrie. Nach seiner Entlassung steht Martin vor dem Nichts: Er verliert seine Stelle, seine Exfreundin will nichts mehr von ihm wissen. Martin begibt sich in die völlige Isolation. Er fühlt sich verfolgt, und es fällt ihm immer schwerer, die Wirklichkeit mit seinen Zahlen zu bändigen. Am Rande der Hauptstadt trifft er auf einen geheimnisvollen Jungen namens Viktor, der nur Russisch spricht. Gemeinsam flüchten sie in die Wälder in der Umgebung Berlins. Fern von den Zwängen des Alltags beginnen sie ein neues Leben, bauen eine Hütte, werden Freunde. Sie streifen durch den Wald, über Wiesen und an Seeufern entlang, erleben die in Millionen Farben glitzernde Wildnis. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis man Martin auch dort finden wird ... „Ein ambitioniertes Psychodrama, das mit einem furiosen filmsprachlichen Stakkato vom um sich greifenden Orientierungsverlust erzählt.“ (film-dienst)

Besetzung und stab
  • Kamera:Henner Besuch
  • Schnitt:Andreas Wodraschke, Dirk Oetelshoven
  • Musik:Ian Hooper, Claudio Donzelli
  • Produktion:Kahuuna Films, SWR, ARTE
  • Produzent/-in:Hans Weingartner, Jonas Dornbach
  • Regie:Hans Weingartner
  • Drehbuch:Hans Weingartner, Cüneyt Kaya
  • Mit: Peter Schneider (Martin Blunt)
    Henrike von Kuick (Lena)
    Timur Massold (Viktor)
    Andreas Leupold (Vater)
    Julia Jentsch (Petra)
    Eleonore Weisgerber (Frau Dr. König)
    Robert Schupp (Personalchef)
    Hans Brückner (Förster)
    Marco Noack (Polizist)
  • Land:Deutschland
  • Jahr:2012
  • Herkunft:SWR
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