Das Frankenstein Projekt

Kino -
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    • Sendetermine:
    • Mittwoch, 18. Januar um 1.55 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 17. Januar bis zum 24. Januar 2017
    • Verfügbar in Deutschland und Frankreich

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Kornél Mundruczó erweckt den Frankenstein-Mythos zu neuem Leben: Ein im Heim aufgewachsener Junge (Rudolf Frecska) kehrt zu seinen Eltern zurück. Er gleicht einem mörderischem Tier, so dass die Eltern, ein Regisseur und eine in der Vergangenheit lebende Schönheit, ihr „Geschöpf“ zurückweisen. Doch der Junge will deshalb nur noch mehr geliebt werden - mit tödlichen Folgen.

Ein Junge läuft durch das weihnachtlich verschneite Budapest. Er bleibt vor einem verfallenden Mietshaus aus dem 19. Jahrhundert stehen. Hier lebt Viktória mit ihrem Mann Argeylan und dessen Tochter Tünde.

In einem Teil des ansonsten leeren Gebäudes hat sich Viktór eingemietet, ein ehrgeiziger Regisseur, der dort einen Film vorbereitet. Als er Rudi sieht, ist er von ihm so fasziniert, dass er ihn gemeinsam mit Tünde vorspielen lässt. Viktór lässt die beiden einen Augenblick alleine - als er wiederkommt, ist Tünde tot und Rudi verschwunden.

Die Polizei ermittelt ergebnislos - aber Viktória entdeckt den Jungen in einem entlegenen Zimmer des Hauses. Sie erkennt in ihm ihren Sohn, den sie kurz nach der Geburt in ein Heim gegeben hat. Der Vater des Kindes ist Viktór, der damals ein Teenager war und von dem Jungen nichts wissen wollte. Rudis zunehmend verzweifelte Versuche, von seinen Eltern angenommen zu werden, führen geradewegs in die Katastrophe …

Der Roman "Frankenstein oder der moderne Prometheus" von Mary Shelley hat als Vorlage für zahllose Horrorfilme gedient. Auch Regisseur Kornél Mundruczó hat sich bei seinem „Frankenstein Projekt“, das er zunächst auf einer erfolgreichen Europa-Tournee – unter anderem bei den Wiener Festwochen - als Theaterstück inszenierte, von diesem berühmten klassizistisch-gotischen Werk der Weltliteratur inspirieren lassen. Doch entstand bei der filmischen Umsetzung kein Genrefilm im eigentlichen Sinne. Mundruczó lässt die Konventionen des Horrorfilms außer Acht, um die komplexe Beziehung zwischen Schöpfer und Geschöpf in den Mittelpunkt zu rücken.

Besetzung und stab
  • Autor:Yvette Biró, Mary Shelley
  • Kamera:Mátyás Erdély
  • Schnitt:Dávid Jancsó
  • Musik:Philipp Edward Kümpel, Andreas Moisa
  • Produktion:Essential Filmproduktion GmbH, Proton Cinema, Filmpartners, KGP Produktion, Laokoon Filmgroup, ZDF/arte
  • Produzent/-in:Viktória Petrányi, Philippe Bober, Gábor Kovács, Gabriele Kranzelbinder, Susanne Marian
  • Regie:Kornél Mundruczó
  • Drehbuch:Kornél Mundruczó
  • Mit: Rudolf Frecska (Rudi)
    Kitty Csikos (Magda)
    Kornél Mundruczó (Regisseur Viktór)
    Lili Monori (Mutter / Viktória)
    Miklós Székely B (Vater / Argeylan)
    Diána Kiss (Tünde)
  • Land:Ungarn, Deutschland, Frankreich
  • Jahr:2010
  • Herkunft:ZDF
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