Die surrealistische Photographie

Die surrealistische Photographie

Sonntag, 23. Februar um 12:00 Uhr (27 Min.)

Die surrealistische Photographie

Sonntag, 23. Februar um 12:00 Uhr (27 Min.)

Wiederholung am Samstag, 01.03. um 5:05 Uhr

Auf originelle und spielerische Art gewährt Stan Neumanns Dokumentation Einblick in die Geheimnisse der Entstehung surrealistischer Fotografien. Mit Hilfe von Animationstechniken werden Fotos verschiedener Künstler wie Man Ray oder Brassai zerlegt und wieder neu zusammengesetzt.

"Nichts gibt dem Surrealismus mehr Recht als die Fotografie." Stan Neumann verfolgt diese These Salvador Dalís und zeigt, dass dahinter meist keine bewusste Entscheidung des Fotografen steht. Man Ray, Dora Maar, Manuel Àlvarez Bravo, Brassai, André Kertész und Henri Cartier-Bresson zählen zu den bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Doch keiner von ihnen gehörte der Gruppe der Surrealisten an. In ihren Arbeiten aus den 30er Jahren kommen jedoch die intensivsten und lebendigsten Seiten des Surrealismus zum Ausdruck.

Die Fotografie war für die Surrealisten das Instrument für einen neuen Blick, der hinter dem banalen Äußeren eine nie gesehene Wirklichkeit an die Oberfläche befördert. Ob dokumentarisch und objektiv oder träumerisch und fantastisch - in dem kuriosen Krieg, den die Surrealisten mit der Realität ausfochten, war die Fotografie eine entscheidende Waffe.

Im Film wird jedes Foto zu einer dreidimensionalen Geschichte in Zeit und Raum, einer Art fotografischem Drama gleich, an dessen Ende das fertige Produkt steht. So erlebt der Zuschauer gewissermaßen von innen, wie diese Werke entstanden und wie Einstellungen, Beleuchtung, Doppelbelichtung, Solarisation und Fotomontagen eingesetzt wurden. Dabei wird er selbst zum Akteur des komplexen Austauschs zwischen Fotografie, Fantasie und Wirklichkeit.

Regie:  Stan Neumann