Frankreich - Wild und schön

Ile-de-France, Grün im Großstadtdschungel

Entdeckung -
43 Min.
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    • Sendetermine:
    • Samstag, 24. Dezember 2016 um 10.40 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 24. Dezember 2016 bis zum 31. Dezember 2016

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Senta Berger kommentiert eine in starken, poetischen Bildern gefilmte Reise in zehn unterschiedliche Regionen Frankreichs. Die aktuelle Folge zeigt am Beispiel der Ile-de-France, der bevölkerungsreichsten Region Frankreichs, wie sich die Natur auch in der Metropole Paris und ihren Randbezirken immer wieder ihren Raum erobert.

Um die Einwohner der städtischen Ballungsgebiete zu ernähren, sind ausgedehnte landwirtschaftliche Nutzflächen nötig. In der Region Ile-de-France, die zu einem Großteil mit dem Ballungsraum Paris identisch ist, haben sich selbst große Säugetiere wie Rehe, Füchse und Hasen an die Allgegenwart des Menschen gewöhnt. Die Pariser Parks sind winzige Naturenklaven, die wilden Tieren Zuflucht, Nahrung und geeignete Bedingungen zur Fortpflanzung bieten. Manche Tiere haben sich perfekt an die städtischen Lebensbedingungen angepasst, darunter die Krähe oder auch die Wander- oder Hausratte, die seit Jahrhunderten in der Nähe des Menschen lebt und sich so stark verbreitet hat, dass auf jeden Einwohner von Paris gleich mehrere Ratten kommen. Oder auch die Kröte, die, von Touristen und vergnügungssüchtigen Nachtschwärmern unbeachtet, nachts aus dem Gebüsch zum nächstgelegenen Gewässer wandert, um sich dort zu paaren. Zwischen Kopfsteinpflaster und Hauswänden sprießen im Rhythmus der Jahreszeiten vielfältige Blumenarten. Im Norden von Paris bietet der Parc de la Courneuve – mit 400 Hektar größter Park der Ile-de-France – verschiedenen Tierarten Schutz und Ruhe: Der Teich zieht Wasservögel an, darunter den Graureiher, aber auch Wildenten, Haubentaucher, Teichhühner, Blesshühner und Zwergtaucher. Der künstlich angelegte Park ist zum natürlichen Lebensraum von Arten geworden, die bereits aus dem Stadtbild verschwunden waren. So wimmelt es inzwischen wieder von Wildkaninchen, die hier genügend Gras zum Fressen und ausreichend Erde für ihre Kuhlen vorfinden. Die Raubzüge des Fuchses halten die Kaninchenplage in Grenzen. Ob sonnenhungrige Feuerwanzen oder Löwenzahn, der sich über die Windbestäubung hier angesiedelt hat - auch mitten im städtischen Raum wirkt das natürliche Zusammenspiel von vielfältigen Blumen und Insekten. Im Sommer sind Bienen in Paris keine Seltenheit. Ihr Honig genießt einen guten Ruf, denn er ist frei von (auf dem Lande verbreiteten) Schädlingsbekämpfungsmitteln. Der pariserischste aller Vögel ist gewiss der Spatz, der inzwischen jede Scheu vor dem Menschen abgelegt hat. Doch die rasante Urbanisierung der Ile-de-France bedroht zahlreiche Arten, von denen die schwächsten ohne ihr natürliches Habitat nicht überleben können.

Besetzung und stab
  • Regie:Frédéric Febvre, Augustin Viatte
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2011
  • Herkunft:ARTE
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