Themenabend

Der Spion, der aus der Kälte kam

Kino -
108 Min.
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    • Sendetermine:
    • Montag, 24. Oktober um 22.15 Uhr
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Nachdem der ostdeutsche Geheimdienst ein Netzwerk britischer Spione aushebt, wird der verantwortliche Agent Alec (Richard Burton) scheinbar degradiert und dann als "Verräter" in die DDR eingeschleust. Er dient in Ostberlin als Kronzeuge in einem Prozess gegen den Kopf der dortigen Spionageabwehr. - Verfilmung (1965) von John le Carrés meisterhaftem Roman. Regie: Martin Ritt

Alec Leamas leitet von West-Berlin aus die Spionageaktivitäten des MI6 in der DDR. Hilflos muss er mit ansehen, wie es der ostdeutschen Abwehr gelingt, ein Netzwerk britischer Spione aufzulösen. Daraufhin wird er nach London zurückbeordert, um den Chef der DDR-Abwehr, Hans-Dieter Mundt, bei seinen eigenen Leuten als Doppelagenten zu diffamieren. Dazu wird zunächst Leamas selbst aus dem Dienst ausgestoßen. Er verliebt sich in die kommunistische Aktivistin Nan Perry und wird, erwartungsgemäß, von Agenten des Warschauer Paktes angeworben und nach Ostdeutschland gebracht.

Hier gelingt es ihm Fiedler, den jungen, ehrgeizigen Stellvertreter Mundts, davon zu überzeugen, dass sein Vorgesetzter ein westlicher Spion ist. In einem von Fiedler angestrengten Verfahren soll Leamas gegen Mundt aussagen. Doch bald schon verschwimmen die Fronten, als nämlich Mundt Leamas Geliebte Nan Perry präsentiert und ihr Kontakte zum MI6 nachweisen kann. Langsam dämmert es Leamas, dass er von seinen Vorgesetzten benutzt wurde und im Zweifel als Bauernopfer enden könnte.

Das Verdienst von John le Carrés und Martin Ritts Agentengeschichte liegt in ihrem Fokus auf den schmutzigen Details der Spionage: Statt Männern mit coolem Kriegsspielzeug gibt es hier kleingeistige Hackordnungen, überkommen geglaubten Antisemitismus und Agenten, die ohne mit der Wimper zu zucken über Leichen gehen. Als Reflexion über den Kalten Krieg sowie über die Geheimdiensttätigkeit im Allgemeinen bleibt der Film ungemein aktuell. "Der Spion, der aus der Kälte kam" ist Teil der Hommage an John le Carré zu seinem 85. Geburtstag am 19. Oktober 2016.

Besetzung und stab
  • Autor:John le Carré
  • Kamera:Oswald Morris
  • Schnitt:Anthony Harvey
  • Musik:Sol Kaplan
  • Produktion:Paramount Pictures, Salem Films Limited
  • Produzent/-in:Martin Ritt
  • Regie:Martin Ritt
  • Drehbuch:Paul Dehn, Guy Trosper
  • Mit: Richard Burton (Alec Leamas)
    Claire Bloom (Nan Perry)
    Oskar Werner (Fiedler)
    Peter van Eyck (Hans-Dieter Mundt)
    Rupert Davies (George Smiley)
    Michael Hordern (Ashe)
    Robert Hardy (Dick Carlton)
    Sam Wanamaker (Peters)
  • Jahr:1965
  • Herkunft:ZDF
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