ARTE Reportage

Nicaragua / USA

Aktuelles & Gesellschaft -
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    • Sendetermine:
    • Samstag, 11. Februar um 16.50 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 11. Februar bis zum 18. Februar 2017

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(1) Nícaragua: Die Nieren versagen. Der Tod geht um unter den Zuckerrohr-Schnittern in Chichigalpa, Nicaragua – unter Verdacht stehen die Pestizide auf dem Feld … (2) USA: Tote ohne Namen. 400 Leichen finden sie jedes Jahr in der Wüste an der Grenze zu Mexico – Unbekannte, verdurstet auf dem Weg in die USA.

(1): Nícaragua: Die Nieren versagen

Der Tod geht um unter den Zuckerrohr-Schnittern in Chichigalpa, Nicaragua – unter Verdacht stehen die Pestizide auf dem Feld …  

In Chichigalpa sterben die Männer zwischen 20 und 40 Jahren alle an der gleichen Krankheit, an Chronischem Nierenversagen.  José, der Bestatter des Viertels, hat schon die Hälfte seiner Freunde begraben müssen: Wie Antonio, Walter und Lewis schneiden sie alle Zuckerrohr auf den Feldern des Rum-Fabrikanten Pellas. Die Witwen glauben, dass die Pestizide auf den Feldern schuld seien am Tod ihrer Männer – aber der Arbeitgeber Pellas, weltweit bekannt für seinen Flor de Cana, will keine Auskunft geben über die Mittel, die er zum Schutz der Zuckerrohrpflanzen sprühen lässt. Die Witwen demonstrieren gegen ihn – Pellas aber argumentiert, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis gebe für einen kausalen Zusammenhang zwischen Pestiziden und Nierenversagen, erkennbar an einem zu hohen Anteil von Kreatinin im Blut. In den reichen Ländern sind Bluthochdruck und Diabetes Ursache für Chronisches Nierenversagen – in Nicaragua und El Salvador sterben daran heute fünfmal mehr Menschen als noch vor 20 Jahren.

(2): USA: Tote ohne Namen

400 Leichen finden sie jedes Jahr in der Wüste an der Grenze zu Mexico – Unbekannte, verdurstet auf dem Weg in die USA.

Sie wollten wohl die scharfen Grenzkontrollen umgehen, denn die erwischen jeden Tag 700 illegale Einwanderer und schieben sie gleich wieder in ihre Heimatländer ab - deshalb nahmen sie lieber mit kleinem Gepäck den gefährlichen Weg durch die Wüste. Wie viele von ihnen durchkommen, das weiß offenbar niemand, aber die Rancher in der Grenzregion finden jedes Jahr 400 unbekannte Tote. Die Polizei registriert sie alle zunächst einmal unter dem Namen John Doe, in der Hoffnung, sie bald identifizieren zu können.    

Sheriff Benny Martinez aus Texas bemüht sich besonders darum, den dutzenden unbekannt Verstorbenen ihre Namen wieder zu geben: Er übergibt sie der Anthropologin Kate Spradley und der Gerichtsmedizinerin Corinne Stern: Beide untersuchen die Knochen, fahnden nach Indizien ihrer Herkunft und analysieren ihre DNA, damit sie die mit den Namen und Daten auf den Vermisstenlisten in Mexico vergleichen können. Auf diese Weise haben sie schon viele Tote ohne Namen identifizieren und in ihre Heimat überführen können, damit ihre Angehörigen sie dort ehrenvoll bestatten konnten.    

Besetzung und stab
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2016
  • Herkunft:ARTE
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