Themenabend

ARTE Reportage

Brasilien: Rio Doce oder der rote Tod

Reportage -
53 Min.
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    • Sendetermine:
    • Montag, 3. Oktober um 6.45 Uhr
    • Samstag, 1. Oktober um 17.05 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 1. Oktober bis zum 8. Oktober 2016

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Brasilien: Rio Doce oder der rote Tod - Der Rio Doce, fünftgrößter Fluss im Südwesten Brasiliens, war einmal ein schönes artenreiches Biotop heute ist er tot. Schuld ist hochgiftiger Klärschlamm einer Eisenerz-Mine. - Nepal: Als Sklavin im Haus - Jedes Jahr geraten nach Angaben der UN 15 000 Frauen aus Nepal in die Fänge von Menschenhändlern, um als Hausangestellte zu dienen.

(1): Brasilien: Rio Doce oder der rote Tod

Es war die bis dahin größte Umweltkatastrophe in Brasilien: Am 05.11.2015 wälzte eine Schlammlawine das Dorf Bento Rodrigues nieder, 19 Menschen starben. Dann ergoss sie sich in den Rio Doce, fünftgrößter Fluss Brasiliens und bis dahin ökologisch intakt und artenreich. Im Fluss starb alles Leben auf einer Länge von 650 Kilometern, bis hin zur Mündung ins Meer. Die Einwohner von Bento Rodrigues mussten ihr im Schlamm versunkenes Dorf verlassen, heute leben sie in einer nahe gelegenen Stadt. Jeden Monat überweist ihnen der für das Unglück verantwortliche Konzern Samarco 250 Euro eine magere Entschädigung für die, die alles verloren haben: Haus, Heimat und Arbeit.

An der Mündung des Rio Doce ins Meer liegt der kleine Badeort Regência, einst ein kleines Paradies für Surfer und Touristen, heute wie verwaist: Das Meer ist verseucht von der giftigen Schlammflut, die Fischerei verboten - die Leute hier, Fischer und kleine Hoteliers, sind arbeitslos. Samarco gehört zum brasilianischen Multi Vale und dem australischen Multi BHP Billiton sie wollen sechs Milliarden Euro Entschädigung an die Opfer der Katastrophe zahlen. Doch diese fürchten, dass sie davon nicht viel sehen werden, angesichts der Korruption im Land und der wirtschaftlich äußerst angespannten Lage.

(2): Nepal: Als Sklavin im Haus

Jedes Jahr geraten nach Angaben der Vereinten Nationen 15.000 Frauen aus Nepal in die Fänge von Menschenhändlern, weil sie eine bessere Zukunft suchen ...

300 dieser Frauen halten sich zurzeit in Syrien auf trotz des Bürgerkriegs dort scheint es immer noch reiche Familien zu geben, die Hausangestellte suchen. Viele der jungen Frauen aus Nepal vertrauen den Lügen der Vermittler, doch wenn sie ihnen ihren Reisepass abgegeben haben, verlieren sie jede Kontrolle über ihr Schicksal. Sie erwartet dann keine bessere Zukunft mit einem ordentlich bezahlten Arbeitsplatz, sondern ein Leben als Haussklavin ohne jede Rechte. Das Erdbeben im vergangenen Jahr hat die Not vieler Familien verstärkt, die Menschenhändler haben es jetzt es sogar noch leichter, neue Opfer zu finden. Unsere Reporter berichten über das Schicksal von zwei Freundinnen: Die eine ist ihren Peinigern entkommen, die andere leidet noch immer in Syrien unter der grausamen Herrschaft ihrer "Gastfamilie".

Besetzung und stab
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2016
  • Herkunft:ARTE
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