Themenabend

ARTE Reportage

Norwegen / Südkorea

Reportage -
52 Min.
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    • Sendetermine:
    • Montag, 26. September um 6.45 Uhr
    • Samstag, 24. September um 17.05 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 24. September bis zum 1. Oktober 2016

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(1): Norwegen - So schützen sie Kinder? Der leiseste Verdacht auf Misshandlung reicht in Norwegen schon aus, dann nehmen die staatlichen Kinderschützer vom « Barnevernet » den Eltern ihre Kinder… (2): Südkorea - Die Jungen hauen ab! Büffeln bis der Arzt kommt um einmal reich und einflussreich zu werden - auf dieses Ideal haben viele junge Südkoreaner keinen Bock mehr…

(1): Norwegen: So schützen sie Kinder?

Jede körperliche Strafe ist in Norwegen streng verboten und die staatlichen Kinderschützer vom „Barnevernet” haben offiziell Anweisung, schon beim leisesten Verdacht auf körperliche oder auch seelische Misshandlung in Familien zu intervenieren. Dabei gehen sie im Namen des Wohles der Kinder sehr weit. Sie entziehen Eltern häufig ohne Vorgespräche ihre Kinder. Gerüchte von Klapsen auf den Po reichen da schon oder der alleinige Verdacht, dass sie nicht fähig seien, ihr Kind zu erziehen. Die staatlichen Kinderschützer geben die Kinder in Pflegefamilien und schränken die Besuchsrechte der leiblichen Eltern auf ein Minimum ein. 170 norwegische Anwälte, Psychologen und Sozialpädagogen klagten in einem offenen Brief über diese Methoden des „Barnevernet” - doch die staatlichen Kinderschützer gelten inzwischen als eine Art Staat im Staat, unantastbar für jede Kritik. Die ARTE-Reporter begleiteten drei Familien, die um ihre Kinder kämpfen müssen.

(2): Südkorea: Die Jungen hauen ab

Das Wirtschaftswunder in Süd-Korea hat seinen Preis - schon von ganz klein auf: Der Kampf um die Noten, damit man bloß auf die besten weiterführenden Schulen und die Elite-Universitäten kommt, dann ein Examen mit Auszeichnung für den Spitzen-Job in einem der großen Unternehmen des Landes - brutalster Wettbewerb und strengste soziale Kontrolle von Kindesbeinen an bis ins Erwachsenenleben. Reich sein, Einfluss haben - damit gewinnt man Ansehen in der Gesellschaft und darum geht es in Südkorea, doch das wollen viele junge Leute nicht mehr mitmachen.

In Zahlen: 90 Prozent der jungen Menschen in Südkorea spielen mit dem Gedanken auszuwandern und viele ziehen das auch durch: nach Europa, Amerika oder Australien. Dabei akzeptieren sie auch Jobs, die ihrer Ausbildung und Qualifizierung nicht entsprechen: Junge Ärzte werden Landarbeiter, Ingenieure lernen Schweißer ...

In Südkorea ist sogar das zu einem boomenden Geschäft geworden: Arbeitsagenturen vermitteln Jobs im Ausland, Schulen bieten Kurse für künftige Handwerker an und lehren Fremdsprachen im Crashkurs. ARTE-Reportage zeigt Südkorea von einer Seite, die vielen nicht bewusst ist.

Besetzung und stab
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2016
  • Herkunft:ARTE
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    (1): Norwegen: So schützen sie Kinder?

    Jede körperliche Strafe ist in Norwegen streng verboten und die staatlichen Kinderschützer vom „Barnevernet” haben offiziell Anweisung, schon beim leisesten Verdacht auf körperliche oder auch seelische Misshandlung in Familien zu intervenieren. Dabei gehen sie im Namen des Wohles der Kinder sehr weit. Sie entziehen Eltern häufig ohne Vorgespräche ihre Kinder. Gerüchte von Klapsen auf den Po reichen da schon oder der alleinige Verdacht, dass sie nicht fähig seien, ihr Kind zu erziehen. Die staatlichen Kinderschützer geben die Kinder in Pflegefamilien und schränken die Besuchsrechte der leiblichen Eltern auf ein Minimum ein. 170 norwegische Anwälte, Psychologen und Sozialpädagogen klagten in einem offenen Brief über diese Methoden des „Barnevernet” - doch die staatlichen Kinderschützer gelten inzwischen als eine Art Staat im Staat, unantastbar für jede Kritik. Die ARTE-Reporter begleiteten drei Familien, die um ihre Kinder kämpfen müssen.

    (2): Südkorea: Die Jungen hauen ab

    Das Wirtschaftswunder in Süd-Korea hat seinen Preis - schon von ganz klein auf: Der Kampf um die Noten, damit man bloß auf die besten weiterführenden Schulen und die Elite-Universitäten kommt, dann ein Examen mit Auszeichnung für den Spitzen-Job in einem der großen Unternehmen des Landes - brutalster Wettbewerb und strengste soziale Kontrolle von Kindesbeinen an bis ins Erwachsenenleben. Reich sein, Einfluss haben - damit gewinnt man Ansehen in der Gesellschaft und darum geht es in Südkorea, doch das wollen viele junge Leute nicht mehr mitmachen.

    In Zahlen: 90 Prozent der jungen Menschen in Südkorea spielen mit dem Gedanken auszuwandern und viele ziehen das auch durch: nach Europa, Amerika oder Australien. Dabei akzeptieren sie auch Jobs, die ihrer Ausbildung und Qualifizierung nicht entsprechen: Junge Ärzte werden Landarbeiter, Ingenieure lernen Schweißer ...

    In Südkorea ist sogar das zu einem boomenden Geschäft geworden: Arbeitsagenturen vermitteln Jobs im Ausland, Schulen bieten Kurse für künftige Handwerker an und lehren Fremdsprachen im Crashkurs. ARTE-Reportage zeigt Südkorea von einer Seite, die vielen nicht bewusst ist.

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    • Land:Frankreich
    • Jahr:2016
    • Herkunft:ARTE
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