Themenabend

ARTE Reportage

Kuba: Sag mir, wo Du stehst!

Reportage -
52 Min.
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    • Sendetermine:
    • Montag, 19. September um 6.45 Uhr
    • Samstag, 17. September um 17.05 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 17. September bis zum 24. September 2016

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(1) Albanien: Das kleine Land am Balkan trotzt der Krise auf dem alten Kontinent. Albanien boomt und viele Italiener auf Arbeitssuche kommen hierher - Albanien ist nicht mehr das Armenhaus Europas... (2) Kuba: Wovon träumen die Kubaner heute, nach dem Besuch des US-Präsidenten, aber noch immer unter der strengen Herrschaft der Castro-Brüder?

(1): Kuba: Sag mir, wo Du stehst!

57 Jahre Sozialismus à la Castro und jetzt soll alles ganz anders werden? Eine Insel zwischen Stillstand und ein klein wenig Fortschritt, irgendwie ...

Danny, Spitzname "Paquete", ist in Havanna ein berühmter Mann, dank seiner genialen Idee: Er bringt den Kubanern das amerikanische Fernsehen ins Haus. Im Land der Zensur und der endlos langen Diskussionsendungen im Staats-Kanal verkauft er jede Woche Festplatten mit gut 40 Stunden Filmen, Serien und Sport aus dem Land des ehemaligen Klassenfeinds. Mit diesen sogenannten "Paquete" erreicht er 90 Prozent der Kubaner. Das hat ihn mit seinen 26 Jahren schon zu einem wohlhabenden Mann gemacht, obgleich sein Unternehmen illegal ist, doch toleriert von der Regierung, dank einiger Auflagen, über die Danny nicht so gerne spricht.

Bei Vinales, 180 Kilometer von Havanna entfernt, bestellt Yoel Acosta seine Felder, wie alle Bauern hier seit eh und je mit Hilfe seiner Zugochsen. Reis baut er an, Süßkartoffeln, Maniok und Tabak. Nach der Tabakernte kommen die Staatsbeamten und nehmen sich 90 Prozent der kostbaren von Hand gehegten und gepflückten Blätter. In den Staatsbetrieben rollen sie die zu Zigarren, das bringt Devisen ins Land. Offiziell ist Yoel sehr stolz darauf, mit seinem Tabak die Revolution zu finanzieren aber wie die Zukunft seiner beiden Töchter wohl einmal aussehen wird, in diesen neuen ungewissen Zeiten, daran mag er nicht so gerne denken.

(2): Albanien: Italiener willkommen!

Das kleine Land am Balkan trotzt der Krise auf dem alten Kontinent. Albanien boomt, und viele Italiener auf Arbeitssuche kommen hierher.

Nach dem Sturz des Diktators 1990 war es noch genau anders herum: Tausende Albaner suchten und fanden damals ihr Glück in Italien, am gegenüber liegenden Ufer des Mittelmeers. Heute geht es in Albanien wirtschaftlich aufwärts, zur Freude vieler italienischer Arbeitsimmigranten: Michele Barbaro produziert hier Käse nach Original-italienischem Rezept und liefert ihn an die besten Restaurants der Hauptstadt Tirana. Der junge Unternehmer Vincenzo Commisso hat zwei Call Center in Albanien gegründet, mit großem Erfolg. Das sind nur zwei Beispiele von vielen für einen erstaunlichen Wandel in den Beziehungen zwischen zwei Nachbarländern. Wer hätte das gedacht, vor 26 Jahren, als Albanien das Armenhaus des Kontinents war.

Besetzung und stab
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2016
  • Herkunft:ARTE
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    (1): Kuba: Sag mir, wo Du stehst!

    57 Jahre Sozialismus à la Castro und jetzt soll alles ganz anders werden? Eine Insel zwischen Stillstand und ein klein wenig Fortschritt, irgendwie ...

    Danny, Spitzname "Paquete", ist in Havanna ein berühmter Mann, dank seiner genialen Idee: Er bringt den Kubanern das amerikanische Fernsehen ins Haus. Im Land der Zensur und der endlos langen Diskussionsendungen im Staats-Kanal verkauft er jede Woche Festplatten mit gut 40 Stunden Filmen, Serien und Sport aus dem Land des ehemaligen Klassenfeinds. Mit diesen sogenannten "Paquete" erreicht er 90 Prozent der Kubaner. Das hat ihn mit seinen 26 Jahren schon zu einem wohlhabenden Mann gemacht, obgleich sein Unternehmen illegal ist, doch toleriert von der Regierung, dank einiger Auflagen, über die Danny nicht so gerne spricht.

    Bei Vinales, 180 Kilometer von Havanna entfernt, bestellt Yoel Acosta seine Felder, wie alle Bauern hier seit eh und je mit Hilfe seiner Zugochsen. Reis baut er an, Süßkartoffeln, Maniok und Tabak. Nach der Tabakernte kommen die Staatsbeamten und nehmen sich 90 Prozent der kostbaren von Hand gehegten und gepflückten Blätter. In den Staatsbetrieben rollen sie die zu Zigarren, das bringt Devisen ins Land. Offiziell ist Yoel sehr stolz darauf, mit seinem Tabak die Revolution zu finanzieren aber wie die Zukunft seiner beiden Töchter wohl einmal aussehen wird, in diesen neuen ungewissen Zeiten, daran mag er nicht so gerne denken.

    (2): Albanien: Italiener willkommen!

    Das kleine Land am Balkan trotzt der Krise auf dem alten Kontinent. Albanien boomt, und viele Italiener auf Arbeitssuche kommen hierher.

    Nach dem Sturz des Diktators 1990 war es noch genau anders herum: Tausende Albaner suchten und fanden damals ihr Glück in Italien, am gegenüber liegenden Ufer des Mittelmeers. Heute geht es in Albanien wirtschaftlich aufwärts, zur Freude vieler italienischer Arbeitsimmigranten: Michele Barbaro produziert hier Käse nach Original-italienischem Rezept und liefert ihn an die besten Restaurants der Hauptstadt Tirana. Der junge Unternehmer Vincenzo Commisso hat zwei Call Center in Albanien gegründet, mit großem Erfolg. Das sind nur zwei Beispiele von vielen für einen erstaunlichen Wandel in den Beziehungen zwischen zwei Nachbarländern. Wer hätte das gedacht, vor 26 Jahren, als Albanien das Armenhaus des Kontinents war.

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    • Jahr:2016
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