Themenabend

ARTE Reportage

Indien / Rumänien

Reportage -
52 Min.
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    • Sendetermine:
    • Montag, 15. August um 6.40 Uhr
    • Samstag, 13. August um 17.10 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 13. August bis zum 20. August 2016

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(1) Indien: Majuli versinkt im Fluss - Die Wasser des Brahmaputra reissen jedes Jahr große Brocken aus der Fllussinsel Majuli. Nur einer kämpft seit Jahrzehnten gegen die Erosion: Der "Forestman". (2) Rumänien: Einer bringt das Licht - Gut 5 Prozent der Rumänen, immerhin 200 000 Menschen, haben noch immer keinen Strom im Haus. Julian Angheluta hilft mit Photovoltaik-Anlagen.

(1): Indien: Majuli versinkt im Fluss

Die Armut und der Klimawandel verbinden sich in Indien zu einem teuflischen Kreis: Jahrzehntelang fällten die Menschen auf Majuli die Bäume auf ihrer Insel. Nun in den Zeiten des Klimawandels schmelzen die Gletscher des Himalaya, der Fluss führt dadurch viel mehr Wasser und nach einem Erdbeben veränderte er auch noch seinen Lauf - so kam es, dass er immer mehr Erde von der Rändern der Insel mit sich riss. Wenn es so weitergeht, wird die Insel in den nächsten 15 Jahren untergehen und mit ihr die Dörfer und die Kultur von 200.000 Menschen. Nur einer kämpft gegen die Erosion auf Majuli: Jadav Payeng - sie nennen ihn den "Forestman" - mit seinen eigenen Händen pflanzt er schon seit 35 Jahren Bäume auf der Insel. Inzwischen ist sein Wald auf 500 Hektar angewachsen und damit größer als der Central Park in New York.

Inzwischen erkennen auch die völlig überforderten Behörden Jadavs Arbeit an. Schon allein deshalb, weil Bäume pflanzen weniger Geld kostet, als 200.000 Insulaner immer wieder umzusiedeln. Denn sein Wald schützt die Erde von Majuli.

(2): Rumänien: Einer bringt das Licht

Bis heute gibt es in Rumänien Dörfer ohne Strom: Die Familien haben weder Kühlschrank noch Waschmaschine und natürlich auch kein Internet.

Als Julian Angheluta das per Zufall bei einer Fahrradtour entdeckte, gründete der Mann aus Bukarest einen Verein, der Freiwillige und Sponsoren versammelt, um Photovoltaik-Anlagen in die dunklen Dörfer seiner Heimat zu bringen. Fünf Prozent der Rumänen sind 2015 noch nicht ans öffentliche Stromnetz angeschlossen, das sind immerhin 200.000 Leute auf dem Land.

In diesem Winter fuhr Julian mit seinem Verein in die Maramures Berge, die rumänischen Karpaten die Teile der Solaranlage luden sie auf Schlitten, Pferde zogen sie durch den Schnee bis auf 1000 Meter Höhe.

Die ARTE-Reporter begleiteten sie auf diesem mühevollen Anstieg - sie erfuhren, wie die Menschen in den Dörfern ihren Alltag ohne Strom bewältigen und sahen, wie die Schulkinder an einem dunklen Morgen zum ersten Mal in eine durch elektrisches Licht erleuchtete Klasse kamen.

Besetzung und stab
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2016
  • Herkunft:ARTE
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