Themenabend

Das große Fressen

Spielfilm -
125 Min.
  • SENDETERMINE UND VERFÜGBARKEIT Descendre

    • Sendetermine:
    • Donnerstag, 28. Juli um 24.50 Uhr
    • Sonntag, 17. Juli um 21.45 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online verfügbar: nein

    Mich per E-Mail erinnern

    Stunden vor der nächsten Ausstrahlung dieses Programms eine E-Mail als Erinnerung.

    ARTE garantiert, dass die angegebene E-Mail-Adresse nur für den Versand dieser Erinnerungsmail verwendet wird.

Vier Männer mittleren Alters ein Pilot, ein Koch, ein Fernsehredakteur und ein Richter beschließen, sich aus ihrem bürgerlichen Leben zu verabschieden und durch übermäßiges Essen kollektiven Selbstmord zu begehen. - Der Film von Marco Ferreri war der große Skandal auf dem Festival von Cannes 1973 und steht am Beginn des "Summer of Scandals" bei ARTE.

Vier Männer mittleren Alters verabschieden sich aus ihrem bürgerlichen Leben: der Pilot Marcello, der Koch Ugo, der Fernsehredakteur Michel und der Richter Philippe. Sie treffen sich an einem Wochenende in einer alten Villa, die Philippes Vater vor etlichen Jahren gekauft hat. Die Villa ist geräumig, gemütlich und liegt relativ abgelegen in einem Außenbezirk von Paris. Dort wollen die lebensmüden Männer ihre eigene Selbstzerstörung durch eine Überdosis Sex und Essen zelebrieren.

Das Personal wird fortgeschickt, drei Freudenmädchen dienen dem Lustgewinn. Die Lehrerin Andrea stößt hinzu und wird zum einzigen Dauergast. Bald schon steigert sich die endlose Zubereitung kulinarischer Köstlichkeiten zum widerwärtigen großen Fressen. Andrea gibt sich sowohl den vier Herren als auch der gnadenlosen Völlerei willig hin. Ab sofort heißt es: Wer stirbt zuerst?

Eine Mixtur des Ekels: Tierkadaver, Fressorgien, derbe Sprüche, überquellende Fäkalien und junge, nackte, dralle Frauen, die lüsterne, alternde Männer sexuell bedienen. Regisseur Marco Ferreri will schockieren und schreckt in "Das große Fressen" vor keiner Geschmacklosigkeit zurück. Widerliche Details werden gnadenlos präsentiert. Und doch ist der Film vor allem als allegorische Provokation zu verstehen. Zentrale Themen sind der Zerfall der Zivilisation, der Abgesang auf die Bourgeoisie und die zerstörerische Beziehung von Mann und Frau in der modernen Gesellschaft. Der lustvolle Suizid erscheint als einzige Alternative, um dem drohenden Verderben zu entkommen.

Besetzung und stab
  • Kamera:Mario Vulpiani
  • Schnitt:Claudine Merlin, Gina Pignier
  • Musik:Philippe Sarde
  • Produktion:Mara Films, Films 66, Capitolina Produzzioni Cinématografiche
  • Produzent/-in:Vincent Malle, Jean-Pierre Rassam
  • Regie:Marco Ferreri
  • Drehbuch:Rafael Azcona, Marco Ferreri, Francis Blanche
  • Mit: Marcello Mastroianni (Marcello)
    Michel Piccoli (Michel)
    Philippe Noiret (Philippe)
    Ugo Tognazzi (Ugo)
    Andréa Ferréol (Andrea)
    Florence Giorgetti (Anne)
    Monique Chaumette (Madeleine)
    Solange Blondeau (Danielle)
    Michèle Alexandre (Nicole)
  • Land:Italien, Frankreich
  • Jahr:1973
  • Herkunft:ARTE F
Kommentare (0)