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Meine Wiederholung
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Karim Aga Khan IV. und sein Lebenswerk

Das Oberhaupt der muslimisch-schiitischen Religionsgemeinschaft der Ismailiten, ist vor allem als Wohltäter bekannt.

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Sonntag, 11. Dezember 2011 um 16.30 Uhr

Wiederholungen:
17.12.2011 um 06:45
27.12.2011 um 04:05
Karim Aga Khan IV. und sein Lebenswerk
(Ägypten, Frankreich, 2011, 43mn)
RB
Regie: Veronika Hofer

16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Der Aga Khan, das Oberhaupt der muslimisch-schiitischen Religionsgemeinschaft der Ismailiten, ist in Afrika, in Asien, im Nahen Osten oder auch in Kanada als stiller und wirkungsvoller Diplomat, als Brückenbauer, vor allem aber als Wohltäter bekannt. Sein Aga Khan Development Network, das weltweit 80.000 Mitarbeiter zählt, ist die größte private Entwicklungshilfeorganisation der Welt. Filmemacherin Veronika Hofer hat ihn zwei Jahre begleitet und zeichnet in ihrer Dokumentation ein differenzierteres, allumfassendes Porträt des 75-Jährigen. In Europa ist er in erster Linie durch die Regenbogenpresse bekannt, der es allerdings nie gelang, ihn von seinem Vater, der ein Lebemann und leidenschaftlicher Rennstallbesitzer war, gedanklich abzugrenzen.

Die europäischen Medien transportieren ein bequemes, vorgefertigtes Weltbild des Aga Khan. Die reale Person des Aga Khan jedoch passt in kein Schema: in der Schweiz geboren, westlich erzogen, in Harvard ausgebildet, weitgereist, in der islamischen und europäischen Kultur verankert, setzt er sich für Demokratie und Pluralismus, für Rechte und Würde der Menschen ein. Dabei geht sein Engagement weit über die eigene muslimische Religionsgemeinschaft hinaus.
Das größte Bedauern des 75-jährigen Imam gilt seiner Erfahrung, dass es in der westlichen Welt keine profunde Kenntnis der islamischen Kultur gebe. Im Bereich der Geisteswissenschaften, der Kunst, der Kultur liegt für ihn die Ebene, auf der sich Europa und der Islam begegnen könnten, auf Augenhöhe und mit all ihrer Vielfalt. Diesen Brückenschlag zu unternehmen darf als das Lebenswerk und Vermächtnis von Karim Aga Khan gesehen werden.
Zwei Jahre folgte die Filmemacherin Veronika Hofer den Reisen und den Spuren des Aga Khan. Zwei Jahre dauerte es, bis der medienscheue Imam in Nairobi, im Haus seiner Kindheit ein Interview gab, aus dem ein langes, sehr persönliches und offenes Gespräch wurde. Es stellt das Herzstück der Dokumentation dar, die sich mit dem Aga Khan auf die Reise durch eine Welt begibt, mit der sich Europa im eigenen Interesse beschäftigen muss.