Liebe Karambolagezuschauer, sie kennen alle das Schild, das in Deutschland auf eine Apotheke hinweist: ein großes, rotes A in Frakturschrift, von dem sich ein weißer Äskulapstab mit Schlange und Giftkelch, dem Symbol der Heilberufe, abhebt. Blick zurück: Ende der 20er Jahre entsteht das Bedürfnis nach einem einheitlichen Symbol um Apotheken zu kennzeichnen. Rudolf Weber gewinnt den Wettbewerb mit diesem Dreilöffelzeichen. Die Löffel sollen die Arznei symbolisieren, die man dreimal täglich einnimmt.
Den nächsten Wettbewerb, 1936, gewinnt Paul Weise. Sein Name wird jedoch geheimgehalten, da seine Frau jüdischer Abstammung ist. Dennoch verdanken wir ihm das heutige rote A. Ursprünglich hatte er links unten ein weisses Kreuz aufgemalt. Das Kreuz gefiel den Nationalsozialisten jedoch nicht, die es durch eine Rune ersetzten. Runen sind sehr alte germanische Symbole. Diese hier ist die Rune Man, die das Streben nach Licht, Gesundheit und Leben symbolisiert.
Wie soll es nach dem zweiten Weltkrieg weitergehen? Grosses Hin-und Her. Das Symbol wird teilweise verboten. Schliesslich wird das sehr wirkungsvolle rote A beibehalten und die Rune durch den Äskulapstab mit Kelch ersetzt. Es gibt an die 21 000 Apotheken in Deutschland, und damit auch an die 21 000 rote A’s auf deutschen Strassen.







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