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Ein Magazin von Claire Doutriaux

Jeden Sonntag um 20 Uhr

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Ein Magazin von Claire Doutriaux

Jeden Sonntag um 20 Uhr

Ein Magazin von Claire Doutriaux

Sendung vom 5. August 2007 - 25/04/04

Das Wort

Fifrelin


Und hier unser Berliner Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel mit neuen Wortspielereien. Diesmal nimmt er uns mit in den Wald.

fifrelin.jpg.imageDataDer Herbst ist Pilzsaison. Mit ein bisschen Glück kann man eine köstliche Mahlzeit sammeln, - Maronen, Steinpilze und vielleicht sogar Pfifferlinge. Es gibt ja diesen Audruck „Das ist doch keinen Pfifferling wert“, für etwas, das nun wirklich gar nichts taugt. Auch im Französischen gab es « fifrelin » als Wort für etwas Wertloses. Wie Sie hören, fifrelin – Pfifferling, das französische Wort kommt vom deutschen.

Eigentlich unlogisch, werden Sie sagen, denn Pfifferlinge sind doch sehr teuer und begehrt. Und da haben Sie vollkommen recht. Denn in Wirklichkeit ist Pfifferling zwei Wörter. Der Pilz heisst Pfifferling, oder früher Pfefferling, weil er roh genossen pfefferig schmeckt.

Aber in dem Sinn von etwas wertlosen, da hat Pfifferling einen ganz anderen Ursprung. Hier ist Pfifferling die Verballhornung von Fünferle, der Dialektform für ein kleines Geldstück, mit dem man nun wirklich keine großen Sprünge machen kann, weder heute noch früher.

Dafür, dass so ein Fünferle kein großer Besitz ist, gab es auch in Frankreich früher schon eine eigene Redewendung – « Cela ne vaut pas cinq sous ». Das ist doch keinen Fünfer wert. Und siehe da: Die Redewendung hat eine Reise hin und wieder zurück gemacht, von Frankreich nach Deutschland und wieder nach Hause: Cinq sous – Fünferle – Pfifferling – fifrelin.

Erstellt: 01-08-07
Letzte Änderung: 25-04-04


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