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Hunde als Therapeuten

Schon seit Urzeiten dienen Tiere dem Menschen als Gefährten, als Jagdhelfer, aber auch als Nahrungsquelle. In den letzten Jahrzehnten ist vor allem die heilende und erziehende Funktion der Mensch-Tier-Beziehung zu einem Gegenstand der Forschung geworden.


Schon seit Urzeiten dienen Tiere dem Menschen als Gefährten, als Jagdhelfer, aber auch als Nahrungsquelle. In der Hochkultur des alten Ägyptens dienten Darstellungen tierischer Gottheiten als Symbole für religiöse und mythische Ereignisse.
Verhaltensforscher bezeichnen die enge Verbundenheit zwischen Mensch und Tier als "Biophilie", also das angeborene Bedürfnis des Menschen mit der Vielfalt anderer Lebensformen in Verbindung zu treten. Vor allem die heilende und erziehende Funktion der Mensch-Tier-Beziehung ist unter dem Überbegriff der "Tiergestützten Interaktion" in den letzten Jahrzehnten zum interdisziplinären Forschungsgegenstand geworden.

Psychologen und Verhaltensforscher sind sich einig: Die heilsame Wirkung von Tieren erfolgt vor allem über die Psyche. Tiere besitzen eine innere Gelassenheit, sie leben den Moment und fragen nicht nach der Zukunft.
Vor allem aber bewerten sie nicht: Ob schön oder hässlich, arm oder wohlhabend, jung oder alt - Wenn der Mensch das Tier gut behandelt, steht es bedingungslos zu ihm. Die scheinbar spektakulären Heilungsfortschritte einer Delfin- oder Hippotherapie machen immer wieder Schlagzeilen. Doch nicht jeder Patient kann sich eine Reise nach Florida oder eine Reittherapie leisten. Wie steht es also mit einem nahe liegenden Tier, zum Beispiel mit dem Hund?
Studien haben gezeigt, dass auch der Einsatz von Tieren an Schulen die emotionale und soziale Intelligenz von Kindern fördern kann. Denn "Lernen" findet nicht nur im Kopf statt. Jede Aktivierung bewusster Prozesse im Gehirn ist von Gefühlen begleitet. Positive Emotionen in der Lernsituation können also zu mehr Leistung führen, so lautet die simple wie effektive Formel. "Hippokrates" begleitet Therapiehunde in Schulen, Altenheimen und Einrichtungen für Kranke in Deutschland und Frankreich und berichtet über die Wirkung der so genannten "Tiergestützten Förderung".

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HIPPOKRATES - Gesundheitsmagazin
Dienstag, 02. Mai 2006 um 14.00 Uhr

Redaktion: Heidemarie Petters Koproduktion ZDF -ARTE G.E.I.E.

Erstellt: 28-04-06
Letzte Änderung: 28-04-06