ZwillingsforschungEineiige Zwillinge sind eines der faszinierendsten Experimente der Natur. Oft sind sie sich so ähnlich, dass nicht einmal Freunde sie auseinanderhalten können. Eineiige Zwillinge entstehen, wenn sich eine befruchtete Eizelle in zwei genetisch identische Zellen teilt. Bei zweieiigen Zwillingen werden zwei Eizellen innerhalb eines Zyklus befruchtet. Eineiige Zwillinge haben stets die gleiche Blutgruppe, können jedoch Größen- und Gewichtsunterschiede aufweisen (Grund: mögliche Ernährungsunterschiede während und nach der Schwangerschaft der Mutter).
Doch: so faszinierend die Ähnlichkeiten auch sind, für Forscher sind die Unterschiede zwischen Zwillingspaaren weitaus interessanter. Das Berliner Zwillingsregister HealthTwiSt betreibt mithilfe von ein- und zweieiigen Zwillingen medizinische Vergleichsstudien, um der Ursache von Herz-Kreislauferkrankungen auf die Spur zu kommen. Da eineiige Zwillinge 100 % ihrer Gene teilen und zweieiige Zwillinge nur 50 % (wie normale Geschwister), lassen sich Rückschlüsse auf mögliche genetische Ursachen einer Krankheit ziehen.
In Europa haben sich mehrere Zwillingsregister zum Projekt "GenomeEUtwin" zusammengeschlossen. Gemeinsam können sie die D N A und Gesundheitsdaten von etwa 600 000 registrierten Zwillingen nutzen. Psychologen haben ebenfalls Zwillingsregister aufgebaut. Sie erhoffen sich dadurch mehr Wissen über die Vererbung von Intelligenz und Persönlichkeitsmerkmalen.
Für Zwillinge selbst stellt die einzigartige Geschwisterkonstellation nicht selten eine Herausforderung dar. Die Suche nach der eigenen Identität wird für viele zur Lebensaufgabe. Eltern sollten es ihren Kindern so oft es geht ermöglichen, alleine Zeit mit ihnen zu verbringen. Das fördert von Anfang an die Selbständigkeit.






Facebook
Twitter
RSS