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05/12/06

Reiki - Heilen durch Energieübertragung

Der Japaner Sensei Mikao Usui rekultivierte zu Beginn des 20.Jahrhunderts diese Entspannungs- und Heilmethode, die bereits in alten tibetischen Schriften Erwähnung fand und bei der die Hände als Medium für natürliche Lebensenergie eingesetzt werden.

Die Bezeichnung "Reiki" stammt aus dem Japanischen und setzt sich aus zwei Wörtern, den so genannten kanjis, zusammen: Dabei steht die Silbe "Rei" für Geist, Seele, heilig, Geheimnis, unsichtbarer Geist und die Silbe "Ki" für Energie, Herz, Natur, Talent, Atmosphäre und Gefühl. Frei übersetzt lässt sich Reiki als die Energie des Lebens interpretieren. Dieses wird durch Auflegen der Hände auf bestimmt Körperzonen vermittelt.

Reiki ist anwendbar bei Menschen aller Altersgruppen, aber auch bei Tieren und Pflanzen. Und auch da soll es tatsächlich funtionieren. Während man bei Menschen grundsätzlich davon ausgehen kann, dass der "Placebo-Effekt" eine Rolle spielen kann, werden Hunde und Pflanzen vermutlich noch nie von Reiki gehört haben, noch an dessen Wirksamkeit glauben. Trotzdem sprechen viele Reiki-Meister von deutlichen Effekten nach mehreren Reiki Behandlungen auch bei ihnen.
Nach der Erkenntnis der Reiki-Anhänger fußt Reiki auf dem freien Willen des Einzelnen. Man muss also nicht an Reiki glauben, aber sollte offen und bereit sein, Reiki zuzulassen, damit es wirken kann.


Anwendungsgebiete
Reiki wird auf körperlicher Ebene eine schmerzlindernde, durchblutungsfördernde, entkrampfende sowie entgiftende und entschlackende Wirkung zugesprochen. Außerdem soll es die Wundheilung fördern. Somit liegen die Anwendungsgebiete in akuten und chronischen Schmerzzuständen. Aber auch auf emotionaler und mentaler Ebene kann Reiki positive Effekte haben, beispielsweise wirkt es entspannend, kann vom Alltagsstress befreien und soll sogar die Lernfähigkeit verbessern.
Wie bei allen Naturheilverfahren ist ganz wichtig, dass Reiki niemals als initiale und alleinige Therapie bei körperlichen oder seelischen Beschwerden eingesetzt werden darf. Unterstützend allerdings kann die "Therapie der heilenden Hände" durchaus gute Wirkung zeigen. Wissenschaftlich fundierte Nachweise über die Wirksamkeit oder eine Erklärung der Wirkweise gibt es nicht.


Behandlungsmethoden
Reiki-Sitzungen werden in der Regel von Reiki-Meistern oder Reiki-Lehrern geleitet. Eine therapeutische Sitzung dauert bis zu zwei Stunden und findet in einer angenehmen, entspannenden Atmosphäre statt. Das Handauflegen steht dabei im Vordergrund, oft wird aber auch eine Aromatherapie unterstützend eingesetzt.
Reiki zu geben kann prinzipiell von jedem erlernt werden. Allerdings ist die Hierarchie der Reiki-Praktizierenden streng geregelt, bzw. verschult. So gibt es verschiedene Grade, die ein Reiki-Anwärter erlangen muss bis der „Meister“-Titel erreicht wird. Kurse werden in den verschiedensten Institutionen von der Volkshochschule bis zu legitimierten Usui-Schulen angeboten. Die Preise dieser Kurse sind entsprechend unterschiedlich und reichen von unter hundert bis hin zu einigen tausend Euro. Es gibt keine einheitlichen Richtlinien oder Ausbildungsstrukturen, so dass allein der Meister-Grad recht wenig über die Qualität eines Reiki-Therapeuten aussagt.

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HIPPOKRATES - Gesundheitsmagazin
Dienstag, 12. Dezember 2006 um 14.00 Uhr
Wiederholung vom 27. September 2005
Redaktion: Heidemarie Petters Koproduktion ZDF -ARTE G.E.I.E.

Erstellt: 23-09-05
Letzte Änderung: 05-12-06