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Monsanto

Hier die Transkription des Chats mit Marie-Monique Robin!

Monsanto

Dienstag, 5. Januar 2010 um 22.40 Uhr

Monsanto, mit Gift und Genen


Video der Debatte




Der Dokumentarfilm erkundet das Reich des US-amerikanischen Konzerns "Monsanto Chemical Works", dem weltweiten Marktführer für Biotechnologie. Dem Engagement auf diesem Gebiet verdankt "Monsanto" auch, dass es zum umstrittensten Unternehmen des modernen Industriezeitalters wurde, stellte es doch das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid "Agent Orange" her. Heute sind 90 Prozent der angebauten gentechnisch veränderten Organismen "Monsanto"-Patente. Diesen Umstand halten viele für bedenklich.

Das 1901 in St. Louis im US-Staat Missouri gegründete Unternehmen "Monsanto Chemical Works" war im 20. Jahrhundert weltweit eines der größten Chemieunternehmen, bevor es zum mächtigen Agrochemiekonzern wurde. In der Vergangenheit machte "Monsanto" mehrfach von sich reden. Das Unternehmen produzierte das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid Agent Orange, das heute als chemischer Kampfstoff klassifiziert ist. Zur Produktpalette gehört ferner der umstrittene Süßstoff Aspartam, das Wachstumshormon rBST zur Steigerung der Milchleistung von Kühen sowie die in der Industrie häufig verwendete Substanz PCB, die in Deutschland unter dem Namen Clophen bekannt ist und seit Beginn der 80er Jahre als hochgiftig eingestuft wird.

Heute ist "Monsanto" weltweiter Marktführer auf dem Gebiet der Biotechnologie. 90 Prozent der heute derzeit angebauten gentechnisch veränderten Organismen, unter anderem Soja, Raps, Mais und Baumwolle, sind "Monsanto"-Patente. Und über kurz oder lang scheint das Unternehmen die gesamte Nahrungsmittelkette zu kontrollieren. Überall auf der Welt gibt es mittlerweile transgene Organismen von "Monsanto". Aber noch nie hat ein agro-industrielles Patent so sehr die Gemüter erhitzt. Der Dokumentarfilm fragt nach den Gründen für die Aufregung und erklärt, worum es bei gentechnisch veränderten Organismen überhaupt geht. Am Ende steht die Frage, ob "Monsanto"-Produkte Fluch oder Segen für die Menschheit sind.


Der Dokumentarfilm stützt sich auf bisher unveröffentlichte Dokumente und auf Stellungnahmen von Wissenschaftlern, Vertretern von Bürgerinitiativen, Geschädigten, Rechtsanwälten, Politikern sowie Vertretern der staatlichen Food and Drug Administration (FDA).

Die mit dem angesehenen Journalistenpreis "Albert Londres" ausgezeichnete Regisseurin Marie-Monique Robin hat drei Jahre in Nord- und Südamerika sowie in Europa und Asien recherchiert. Sie hat mit Bauern in Indien, Mexiko und Paraguay gesprochen, um die Geschichte des heute vielleicht mächtigsten Samenherstellers der Welt zu rekonstruieren. Dabei zeichnete sich hinter dem von den Werbekampagnen bedienten Image des sauberen und umweltfreundlichen Konzerns eine gnadenlos nach Marktführerschaft strebende Unternehmenspolitik ab.




Dokumentarfilm, Frankreich 2007, ARTE F, Synchronfassung, Erstausstrahlung
Regie: Marie-Monique Robin

Erstellt: 11-02-08
Letzte Änderung: 08-01-10

Ihre Meinungen

57 Kommentar(e)

Transgen_oder_nicht | wolfgang

31.01.2010 - 04:18

Da ich häufig Tofu und Miso verkoche, werde ich herausfinden ob diese importierten Produkte aus transgenem Soja stammen. Wenn ja (was ich vermute), müsste das deklariert sein !? Zuerst werde ich beim Importeur anfragen und lasse nötigenfalls die Proben analysieren.

Keinen Sinn | Roland Weber

19.01.2010 - 00:06

Ich finde das sehr erschreckend nur wir können uns noch so sehr dagen aufregen wir werden nichts bewirken solange das höchste gut in der Westlichen welt Geld ist. Und Politiker , Manager nicht für ihr Handeln Selbst haften müssen... Wir Deutschen sollten uns von den Franzosen eines abschauen die gehen auf die Strasse wenn ihnen was nicht passt! Schlucken nicht einfach runter so wie wir deutschen..

Titel | Seiler Gottfried

17.01.2010 - 19:57

Der Film Monsanto mit Gift und Genen, sollte im Bundestag und den Schulen als Pfichtveranstaltung vorgeführt werden. Frau Aigner müsste dann die Genehmigung für den Anbau von Genkartoffeln wieder rückgängig machen, falls die Verantwortlichen begreifen ,was sich da weltweit tut. Herzlichen Glückwunsch an ARTE Ihr G. seiler

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