Die Hoffnungslosen

Kino -
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  • Sendetermine und Verfügbarkeit Offen

    • Sendetermine:
    • Mittwoch, 10. Mai um 23.00 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 10. Mai bis zum 18. Mai 2017

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Auswahl Filmfestspiele Cannes 2017: Der ungarische Regisseur Miklos Jancso drehte den Spielfilm (1965)inspiriert durch die wahren Umstände in den Gefangenenlagern für ungarische Rebellen in Österreich-Ungarn. Doch die brutal dargestellten Ereignisse sind eine Allegorie auf die Umstände in Ungarn nach den niedergeschlagenen Aufständen von 1956 gegen die Sowjetunion.

1869 in Österreich-Ungarn: Bereits 20 Jahre zuvor sind die Revolutionäre um Lajos Kossuth vom Habsburger Regime niedergeschlagen worden. Doch einzelne Rebellengruppen widersetzen sich der österreichischen Besatzung noch immer. „Die Hoffnungslosen“ sind eine Gruppe ebensolcher Rebellen, die in ein Gefängnis in der Puszta eingeliefert werden. Die Gefängniswärter versuchen, den Gefangenen Informationen zu entlocken und die Anwesenheit des Anführers Sandor Roszas, den sie nicht kennen, zu bestätigen. Dafür bedienen sie sich eines Repertoires erbarmungsloser Mittel, die von psychischem Druck bis zu körperlicher Folter reichen. Die andauernde Schikane bewegt die Opfer, sich aus Verzweiflung gegen ihre Kameraden zu wenden, ihr Ehrgefühl abzulegen und ihre einstigen Überzeugungen zu verleugnen. Peter W. Jansen schrieb 1967 in der Zeitschrift „Filmkritik“ über Miklos Jancsos Gefängnis- und Gesellschaftsdrama: „Der Film läuft nicht lärmend Sturm gegen Terror, Unterdrückung und Brutalität, er appelliert nicht an schnelle Empörung, an die Emotion des Guten. Er hat eine skeptischere Meinung von den Guten, und nur so kann er die größte Erniedrigung des Menschen registrieren: die Korruption der Opfer.“

Besetzung und Stab
  • Produktion:MAFILM IV. Jatekfilmstudio
  • Regie:Miklos Jancso
  • Mit: Janos Gorbe (Gajdar Janos)
    Zoltan Latinovits (Veszelka Imre)
    Tibor Molnar (Kabai)
  • Land:Ungarn
  • Jahr:1965
  • Herkunft:ARTE F
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