Augenblicke der Weltgeschichte

Léon Collin, ein Arzt in den Sträflingskolonien

Geschichte -
27 Min. - 7403 Aufrufe
  • Sendetermine und Verfügbarkeit Offen

    • Sendetermine:
    • Samstag, 20. Mai um 17.35 Uhr
    • Livestream: ja
    • Online vom 20. Mai bis zum 19. Juli 2017

    Mich per E-Mail erinnern

    Stunden vor der nächsten Ausstrahlung dieses Programms eine E-Mail als Erinnerung.

    ARTE garantiert, dass die angegebene E-Mail-Adresse nur für den Versand dieser Erinnerungsmail verwendet wird.

Die Fotos des jungen Militärarztes Léon Collin dokumentieren die Zustände in den französischen Kolonialgefängnissen, in die zwischen 1854 und 1938 von Frankreich aus über 100.000 Straftäter deportiert wurden. Collin tat seinen Dienst auf einem Schiff, das zweimal jährlich Häftlinge von der Île de Ré nach Französisch-Guyana brachte.

Die Fotos des Militärarztes Léon Collin dokumentieren die Zustände in den französischen Kolonialgefängnissen, in die zwischen 1854 und 1938 mehr als 100.000 Straftäter deportiert wurden. Manche waren zu Zwangsarbeit verurteilt worden, andere hatten ihre Strafe schon abgesessen und wurden aus Angst vor Rückfällen so lange wie möglich – manchmal lebenslang – aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Auf diese Weise entledigte sich Frankreich vieler Straffälliger, darunter auch Kleinkriminelle und Anarchisten. 1906 trat Léon Collin seinen Dienst auf einem Schiff an, das zweimal jährlich Häftlinge von der Île de Ré nach Französisch-Guayana brachte. Der Reisebericht, den er verfasste, zeugt von den erschütternden Erlebnissen in den Kolonialgefängnissen, die den jungen Militärarzt zutiefst prägten. Wenig später sollte der Journalist Albert Londres in seinen Reportagen über Französisch-Guayana das Strafvollzugssystem noch harscher kritisieren. Dennoch entsandte Frankreich noch bis 1938 Straftäter nach Guayana; die letzten Häftlinge verließen Cayenne erst 1954.

Besetzung und Stab
  • Regie:Philippe Broussard
  • Land:Frankreich
  • Jahr:2015
  • Herkunft:ARTE F
Kommentare (0)